Dackelwissen

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Begleithundeprüfung Dackel


 

Wozu die Begleithundeprüfung beim Dackel?


 


 

Die Begleithundeprüfung ist mehr als nur ein Prüfungsdurchgang – sie ist ein Qualitätssiegel für verantwortungsvolle Dackelhaltung. Sie zeigt, dass du und dein Dackel die grundlegenden Grundlagen des alltäglichen Zusammenlebens sicher gemeistert habt: Orientierung am Menschen, kontrolliertes Freilaufen, Rückruf, Bleib-Situationen und ein sicheres Auftreten gegenüber Reizen aus der Umwelt.


Für Zuchthunde in DTK ist die Begleithundeprüfung Pflicht.

Auch in jagdlichen Zusammenhängen, etwa wenn ein Dackel offiziell geführt wird, kann die Prüfung Teil der Anforderungen sein. Sie dient dabei nicht nur der formalen Qualifikation, sondern auch der Sicherheit: Ein Dackel, der diese Prüfung bestanden hat, hat wenigsten ein Grundgehorsam.


Für rein familiäre Dackel ist die Begleithundeprüfung eine Überprüfung der Basisausbildung.


Am Ende ist die Begleithundeprüfung nicht nur ein Prüfungsziel, sondern immer auch eine Rückmeldung darüber, wie gut du und dein Dackel gemeinsam gewachsen seid. Sie bestätigt, dass du die Grundlagen der Hundeerziehung verstanden und umgesetzt hast und dein Dackel gelernt hat, zuverlässig mit dir zusammenzuarbeiten.


 

Prüfungsordnung BHP DTK


 

Begleithundeprüfung beim Dackel – Aufbau und Inhalte


 

Die Begleithundeprüfung im DTK dient dazu, nachzuweisen, dass ein Dackel sicher, sozialverträglich und alltagstauglich geführt werden kann. Geprüft werden grundlegende Gehorsamsübungen, Umweltfestigkeit und ein gelassenes Verhalten gegenüber Menschen, Geräuschen und Verkehrssituationen.


 


 

Allgemeine Rahmenbedingungen


 


 

Die Begleithundeprüfung kann grundsätzlich von allen Dackeln unabhängig vom Alter abgelegt werden. Es gibt keine Altersobergrenze und kein Mindestalter, aber es wird empfohlen dass der Dackel über 8 Monate alt ist. Die Prüfung ist zeitlich nicht befristet und kann auf geeignetem Gelände über das gesamte Jahr hinweg durchgeführt werden.


 

Abgenommen wird die Prüfung durch einen dafür zugelassenen DTK-Richter, der nicht der eigenen Gruppe oder Sektion angehören darf. Nach bestandener Prüfung erhält der Dackel einen Begleithundepass, die Leistung wird zuchtbuchmäßig erfasst. Bestandene Begleithundeprüfungen können beliebig oft wiederholt werden, nicht bestandene Prüfungen der Stufe BHP 1 sind maximal zweimal wiederholbar.


 

Während der einzelnen Prüfungsteile sind Leckerli nicht erlaubt, nach Abschluss eines Prüfungsteils darf der Hund jedoch belohnt werden.


 


 


 


 

Die einzelnen Prüfungsinhalte im Überblick


 


 


 

Führigkeit


 


 

In der Führigkeit wird überprüft, ob der Dackel sich zuverlässig am Menschen orientiert. Der Hund läuft zunächst angeleint bei Fuß, später auch frei. Dabei muss er Hindernisse wie Bäume oder Pfosten ruhig umgehen und sich auch in einer Menschengruppe gelassen führen lassen. Ziel ist ein gleichmäßiges, aufmerksames Mitgehen ohne Ziehen oder Ablenkung.


 


 

Folgsamkeit


 


 

Bei der Folgsamkeit geht es um den sicheren Rückruf auf Distanz. Der Dackel wird freigelassen und entfernt sich vom Hundeführer. Anschließend wird er aus einer Entfernung von etwa 30 bis 50 Metern zurückgerufen. Je nach gewählter Variante kommt der Hund entweder direkt bis zum Menschen zurück oder wird unterwegs auf ein Hör- oder Sichtzeichen angehalten und später abgeholt. Entscheidend ist ein zügiges, klares Reagieren auf das Kommando.


 


 

Ablegen


 


 

Beim Ablegen müssen mehrere Hunde gleichzeitig ruhig an einem zugewiesenen Platz bleiben, während sich die Hundeführer deutlich entfernen. Der Dackel darf sitzen oder liegen, soll den Platz aber nicht verlassen. Während dieser Zeit wird ein anderer Hund in geringer Entfernung vorbeigeführt. Geprüft wird hier vor allem Ruhe, Impulskontrolle und Gelassenheit.


 


 

Verhalten bei Geräuschen


 


 

In diesem Prüfungsteil wird überprüft, wie der Dackel auf plötzliche, laute Geräusche reagiert. In einiger Entfernung wird ein lautes Metallgeräusch erzeugt. Der Hund soll dabei ruhig bleiben, sich nicht panisch entfernen und keine Fluchtreaktionen zeigen. Kurzzeitiges Erschrecken ist erlaubt, entscheidend ist die schnelle Erholung und Stabilität.


 


 

Verhalten gegenüber Menschen


 


 

Hier wird das Sozialverhalten des Dackels gegenüber fremden Personen beurteilt. Mehrere Menschen nähern sich dem Hund zunächst ruhig, später auch dynamischer und mit Geräuschen wie Händeklatschen. Der Dackel soll dabei gelassen bleiben, sich nicht bedroht fühlen und keine aggressiven oder panischen Reaktionen zeigen.


 


 

Verhalten im Straßenverkehr


 

Im Straßenverkehr wird geprüft, ob der Dackel sich auch in alltäglichen Verkehrssituationen sicher führen lässt. Dazu gehören Begegnungen mit Radfahrern, Fußgängern und typische Ablenkungen wie Regenschirme oder Gespräche. Zusätzlich muss der Hund anhalten oder sich setzen, bevor eine Straße überquert wird. Ziel ist ein ruhiges, aufmerksames und kontrolliertes Verhalten.

Wichtig
 

Es gibt diverse Zusatzmodule und Schwierigkeitsgrade bei der Begleithundeprüfung für Dackel und auch wenn Du die Prüfungen in anderen Vereinen machst, gibt es unterschiedliche Aufgabenstellungen, darauf gehe ich weiter unten noch ein ⬇️

Übungen für die Begleithundeprüfung 

Für die allererste Begleithundeprüfung musst Du folgende Übungen beherrschen.⬇️  Am besten übst Du direkt in dem Verein, wo Du die Prüfung ablegen möchtest, dann kann Dein Dackel in vertrauter Umgebung geprüft werden. Meine Beiträge ersetzen kein Training in einer Gruppe und mit einen Hundetrainer vor Ort, bieten dir aber vielleicht eine kleine Hilfe, falls Du manche Dinge noch nicht so direkt verstanden hast.

Achte darauf, dass in deiner Übungsgruppe gewaltfreie Methoden angewendet werden. 

Du solltest die Gruppe wechseln wenn:

  • Du keine Leckerli verwenden darfst
  • Mit Leinenruck gearbeitet werden
  • Hunde irgendwie runtergedrückt werden, gekniffen oder geschubst werden
  • Symptome wie rammeln, markieren, wälzen ignoriert oder sogar belächelt werden
  • Ihr keine Freude habt

Wenn Dir noch ein bisschen Basiwissen fehlt, dann schau doch mal bei  den Dackelbüchern  oder auf der Seite  Dackelerziehung 

Verkehrsteil der BHP


Verhalten in Alltag und Öffentlichkeit


 

Ein fester Bestandteil der Begleithundeprüfung ist der sogenannte Stadt- bzw. Umweltteil. Hier wird geprüft, ob der Dackel sich auch außerhalb des Hundeplatzes sicher, gelassen und kontrollierbar verhält. Im Mittelpunkt stehen dabei Begegnungen mit Menschen, ungewohnte Geräusche und typische Verkehrssituationen.

In der Prüfung ist das aber nichts Besonderes. Man geht ein bisschen durch die Straßen, ein Radfahrer kommt vorbei, eine Person mit Regenschirm oder ähnliche, für Hunde aufregende Situationen und das war es auch schon.

Der Dackel soll sich ruhig und sicher verhalten, keine Jogger oder Radfahrer ankläffen und keine extreme Angst zeigen.

Sollte das bei Deinem Dackel noch häufiger auftreten, ist es noch zu früh für eine Begleithundeprüfung.


 

Begleithundeprüfung für Fortgeschrittene 


 

Begleithundeprüfung für Fortgeschrittene


 


 


 

2. Führersuche und Warten (BHP 2)


 


 


 

2.1 Führersuche


 


 

Dackel verfügen von Natur aus über einen ausgeprägten Finder- und Spurwillen. Das Suchen und Finden gehört zu ihren bevorzugten Arbeitsaufgaben, weshalb sie diese Übung in der Regel motiviert und freudig ausführen.


 

Zur Prüfung der Führersuche geht der Besitzer des Dackels gemeinsam mit einem Helfer im offenen Gelände oder in einem Altholzbestand eine Strecke von etwa 300 Metern mit zwei rechtwinkligen Haken. Beide Personen verhalten sich ruhig und gleichmäßig. Der zu prüfende Dackel wird währenddessen von einem Helfer gehalten und darf die sich entfernenden Personen nicht beobachten.


 

Unmittelbar danach setzt der Richter den Dackel am Spurbeginn an. Der Dackel hat die Aufgabe, die Fährte selbständig, frei und zügig auszuarbeiten und seinen Besitzer zu finden. Der Richter darf den Dackel am Spurbeginn höchstens dreimal neu ansetzen.


Jeder zu prüfende Dackel arbeitet eine frische Spur. Der Abstand zwischen den einzelnen Spuren beträgt mindestens 100 Meter.


 Über die Suche kannst Du hier lesen: Nasenarbeit beim Dackel


 

2.2 Warten


 


 

Der Dackel muss zeigen, dass er auch allein warten kann. Dazu wird er vor einem Gebäude, das er nicht betreten darf, in der Nähe des Eingangs angeleint. Der Besitzer des Dackels begibt sich in das Gebäude und ist außer Sicht des Dackels.


 

Der Dackel hat fünf Minuten ruhig auf seinem Platz zu warten, während gezielte Ablenkungen stattfinden. Geprüft werden dabei Begegnungen mit einem Jogger, einem Radfahrer sowie einem Menschen mit Dackel.


 

Zeigt der Dackel aggressives Verhalten, gibt Laut, winselt dauerhaft oder zerrt an der Leine, gilt die BHP 2 als nicht bestanden.


 


 


 


 

3. Wasserfreude (BHP 3)


 


 

Viele Dackel zeigen eine ausgeprägte Freude am und im Wasser. Diese Übung dient als zusätzlicher Nachweis für die Wesensfestigkeit des Dackels.


 

Zur Prüfung der Wasserfreude wirft der Besitzer des Dackels einen beliebigen, schwimmfähigen Gegenstand mindestens sechs bis acht Meter weit in tiefes, stehendes Wasser. Der Dackel soll freiwillig ins Wasser gehen und den Gegenstand bis zum Ufer zurückbringen.


 

Eine einmalige Wiederholung sowie Zuspruch durch den Besitzer des Dackels sind erlaubt. Verläuft auch der zweite Versuch negativ, gilt die Wasserfreude als nicht bestanden.


 


 


 


 

Erschwerte Begleithundeprüfung (BHPS)


 


 


 

1. Erschwerter Gehorsam – BHPS 1


 


 


 

1.1 Warten im Auto


 

Der Besitzer des Dackels fährt mit dem Auto vor, steigt aus und entfernt sich etwa zehn Schritte vom Fahrzeug. Die Autotür oder Klappe bleibt geöffnet, Sichtkontakt zum Dackel ist erlaubt. Der Dackel bleibt im Fahrzeug und muss drei Minuten ruhig warten, obwohl er das Auto selbständig verlassen könnte.


 

Während dieser Zeit geht ein Helfer mit einem Dackel in etwa fünf Metern Abstand am Auto vorbei. Der Dackel soll sich dabei ruhig verhalten.


 


 

1.2 Verhalten in der Menschengruppe


 

Der Besitzer des Dackels geht mit seinem frei bei Fuß gehenden Dackel durch eine Menschengruppe von mindestens sieben Personen, von denen einige ebenfalls einen Dackel führen. Die Personen werden links und rechts umgangen, etwa in Form einer Acht.


 

Der Besitzer des Dackels hält neben einem zweiten Besitzer mit Dackel an. Anschließend geht er weiter und lässt seinen Dackel innerhalb der Gruppe Sitz oder Platz machen. Danach verlässt er die Gruppe ohne Dackel, umgeht sie und holt seinen Dackel wieder ab.


 


 

1.3 Gehorsam aus der Bewegung unter Ablenkung


 

Zwei Dackel werden gemeinsam geprüft. Ein Dackel wird frei in Sitz oder Platz gebracht, während sein Besitzer etwa zwanzig Schritte entfernt steht und dem Dackel den Rücken zukehrt. Der zweite Besitzer begibt sich mit seinem Dackel ebenfalls etwa zwanzig Schritte entfernt in Grundstellung.


 

Auf Anweisung des Richters geht der Besitzer mit seinem frei bei Fuß gehenden Dackel zehn Schritte geradeaus und bringt ihn ohne anzuhalten aus der Bewegung ins Sitz oder Platz. Anschließend entfernt er sich weitere zwanzig Schritte, dreht sich zum Dackel um und holt ihn nach Weisung des Richters wieder ab. Danach erfolgt der Wechsel.


 


 

1.4 Vorausschicken mit Halt (freiwillig)


 

Der Besitzer des Dackels begibt sich mit seinem Dackel in die Grundstellung. Auf Kommando wird der Dackel vorausgeschickt. In einer Entfernung von mindestens dreißig Schritten bringt der Besitzer den Dackel auf Kommando zum Halt. Der Dackel kann dabei stehen, sitzen oder Platz machen. Auf Weisung des Richters wird der Dackel abgeholt.


 


 


 


 

2. Suchen auf der Fremdspur – BHPS 2


 


 

Auf einer etwa 300 Meter langen Strecke mit zwei möglichst rechtwinkligen Haken sucht der Dackel an der Suchenleine eine von einem Helfer getretene Spur. Auf dieser Spur soll er drei Holzscheiben mit einem Durchmesser von etwa zehn bis zwölf Zentimetern verweisen oder aufnehmen.


 

Der Helfer trägt die Holzscheiben mindestens dreißig Minuten am Körper, bevor die Spur gelegt wird. Die Verweiserpunkte werden jeweils etwa in der Mitte der einzelnen Schenkel abgelegt. Am Ende der Spur erwartet der Spurenleger das Gespann in der Deckung.


 

Mit der Suche wird begonnen, nachdem sich der Spurenleger mit dem Prüfungsleiter oder Helfer verständigt hat. Das Anlegen der Spur darf vom Dackel und seinem Besitzer nicht beobachtet werden. Die Suche kann danach sofort beginnen.


 

Der Richter folgt gemeinsam mit dem spurkundigen Prüfungsleiter oder Helfer dem Besitzer des Dackels in angemessenem Abstand. Kommt der Dackel mehr als dreißig Meter von der Spur ab, ist er abzurufen. Ein einmaliges Abkommen von der Spur ist erlaubt. Die Spurarbeit muss nach zwanzig Minuten beendet sein. Zum Bestehen der Prüfung müssen mindestens zwei Verweiserpunkte gebracht werden.


 

Jeder zu prüfende Dackel arbeitet eine frische Spur. Der Abstand zwischen den einzelnen Spuren beträgt mindestens 100 Meter.

Hier weiter lesen Nasenarbeit beim Dackel


 


 


 


 

3. Bringen – BHPS 3


 


 

Ein beliebiger Bringgegenstand wird von einem Helfer im Feld oder Wald etwa 200 Meter weit an einer kurzen Leine nachgezogen. Die Schleppspur weist zwei rechtwinklige Haken auf, am Ende wird der Bringgegenstand abgelegt. Der Helfer geht anschließend in der Nähe des Apportels in Deckung.


 

Der Dackel wird am Spurbeginn angesetzt und hat die Spur selbständig auszuarbeiten. Er soll den Bringgegenstand freudig zu seinem Besitzer zurückbringen. Der Dackel darf höchstens dreimal angesetzt werden. Ein sauberes Ausgeben wird nicht verlangt.


 

Jeder zu prüfende Dackel arbeitet eine frische Spur. Der Abstand zwischen den einzelnen Spuren beträgt mindestens 50 Meter.

Hier kannst Du Dich über Apportieren und Suche informieren 

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Begleithundeprüfung mit Apport 

Je nach Verein und Schwierigkeitsstufe wird in einigen Begleithundeprüfungen ein Apport verlangt. Wie Du deinen Hund das Schritt für Schritt beibringen kannst, lernst Du hier:

Dackel apportieren beibringen 

Weitere Übungen zur Begleithundeprüfung folgen hier in Kürze, zb die Führersuche usw.

Verhalten im Auto

Im zweiten Teil der Begleithundeprüfung für Dackel wird geprüft, wie brav sich der Dackel im Auto verhält und ob er auch gut sitzen bleibt, wenn Box und Kofferaum geöffnet werden. Hier zeige ich Dir ein kleines Video, wie Du die Ruhe im Auto trainieren kannst. Das gehört natürlich auch ohne Begleithundeprüfung zur Grunderziehung des Dackels.

Wenn dir das zu schwierig erscheint, werden Dir folgende Seiten beim Training helfen:

Das Kommando „bleib

Dackel bellt

Ruhetraining Dackel

Impulskontrolle Dackel

 

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