Dackelrassen

Wenn Du genauer wissen möchtest, wie die die verschiedenen Dackelrassen im Alltag sind oder Du vielleicht schon den Gedanken hegst, das bald ein Dackel bei Dir einziehen soll, dann schau doch mal bei der Auswahl der Dackelbücher vorbei. 

Dackel - Grundwissen für Dackelanfänger

Der Dackel - Dackelerziehung Schritt für Schritt

Die verschiedenen Dackelrassen

Es gibt 9 verschiedene offizielle Dackelrassen und dann noch ziemlich viele inoffizielle, wie zb der  American Cream Dackel, der amerikanische Dackel usw.

Beim Deutschen Teckelklub sind drei Größen beim Dackel offiziell anerkannt: Kaninchendackel, Zwergdackel und Standarddackel. Dazu kommen drei Fellarten, die den Rassetyp prägen: Kurzhaar, Rauhaar und Langhaar.

Das ergibt dann 9 verschiedene Rassen. Dazu später mehr. 
Hier kannst Du Dich über die verschiedenen 

Dackelfarben informieren 

 

 

 

 

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Jede dieser Varianten bringt eigene Merkmale mit, bleibt jedoch in Verhalten und Grundcharakter eindeutig Teckel. Bei den Farben gelten einfarbige, zweifarbige und bestimmte spezielle Zeichnungen als zulässig, etwa Rot, Schwarz-Rot, Braun mit Abzeichen oder Saufarben. 

Alle Dackelrassen brauch hochwertiges Dackelfutter und speziell für Dackel passendes Dackelzubehör. Warum man nicht einfach allgemeine Produkte für Kleinhunde nehmen kann, wird dir auf den Seiten des Dackelshop ausführlich erklärt. Hier hab ich noch ein paar coole Geschenkideen für Dackelfreunde

Dackelrassen bzw Dackelarten

Die verschiedenen Dackelrassen im Überblick:

Durch Klick auf den jeweiligen Link bekommst du noch mehr Infos, durch scrollen ⬇️ nach unten einen Überblick über Dackelrassen.

Tigerdackel 

Der Tigerdackel ist keine Rasse, sondern bezeichnet eine Farbe, nämlich die Farbe „Merle“. Merle gibt es in braun und in schwarz beim Dackel und gelegentlich auch in rot.

Silver Merle, Blue Merle, Creme Merle sind Farben, die beim Dackel nicht erwünscht sind, weil diese Dackel immer wieder zu Erkrankungen neigen. Trotzdem züchten dubiose, geldgierige Vermehrer diese Dackel, weil sie für viele Menschen attraktiv wirken. 

Dackelmischlinge

Ein Dackelmix vereint die unverkennbare Persönlichkeit des Dackels mit den Eigenschaften einer zweiten Rasse. Das Ergebnis ist jedes Mal einzigartig – und genau das macht Dackelmixe so besonders. Typische Dackel-Eigenschaften wie Eigenwilligkeit, Mut und die tiefe Bindung zum Menschen bleiben meist deutlich erhalten, egal mit welcher Rasse gemischt wird. Wer einen Dackelmix hält, sollte sich bewusst sein: Der Jagdtrieb und die Sturheit des Dackels stecken oft tief drin. Konsequente Erziehung, ausreichend Beschäftigung und ein verständnisvoller Umgang sind die Grundlage für ein harmonisches Zusammenleben mit diesem charmanten Allrounder.

Der Jagdteckel 

Der Jagdteckel ist kein eigener Rassetyp, sondern ein Dackel im jagdlichen Einsatz. Ursprünglich für die Baujagd gezüchtet, war er darauf spezialisiert, selbstständig in enge Erdbauten einzudringen und Wild wie Dachs oder Fuchs aufzuspüren und zu stellen. Diese Aufgabe verlangte Mut, Ausdauer und eine ausgeprägte Entscheidungsfähigkeit – Eigenschaften, die den Jagdteckel bis heute prägen. Wer einen Dackel hält, hält einen Hund mit diesem Instinkt im Gepäck. Das erklärt vieles: den Jagdtrieb beim Spaziergang, die Sturheit, die Unabhängigkeit

Der amerikanische Dackel

Dackelrassen weltweit 

Verschiedene Dackel sitzen auf einen Stein

Unterschiede im Rassestandard weltweit

.Im FCI-System und damit in Europa  gibt es neun Varietäten: Standard-Kurzhaar, Standard-Langhaar, Standard-Rauhaar, Zwerg-Kurzhaar, Zwerg-Langhaar, Zwerg-Rauhaar, Kaninchen-Kurzhaar, Kaninchen-Langhaar und Kaninchen-Rauhaar. Die FCI führt also drei Größen und drei Haararten. 

Der AKC in den USA erkennt dagegen nur sechs Varietäten an: Standard Smooth, Standard Longhaired, Standard Wirehaired, Miniature Smooth, Miniature Longhaired und Miniature Wirehaired. Eine eigene Rabbit- oder Kaninchen-Größe gibt es dort nicht. 

Auch der Kennel Club in Großbritannien arbeitet mit sechs Varietäten, also Standard und Miniature in jeweils drei Haararten. 


 Japan folgt dem FCI-System und führt wieder neun Varietäten, einschließlich Kaninchen-Dackel / Rabbit Dachshund. 


 Weltweit ist der Dackel dieselbe Rasse, aber je nach Kennel Club werden 6 oder 9 Varietäten offiziell anerkannt.

 

Deutscher, englischer und amerikanischer Dackel, wo die offiziellen Standards wirklich auseinandergehen


 

Wer Dackel nur oberflächlich vergleicht, landet schnell bei der verkürzten Aussage, es handle sich überall um dieselbe Rasse. Das stimmt nur auf der obersten Ebene. Kynologisch sauber betrachtet ist der Dackel zwar in Deutschland, Großbritannien und den USA dieselbe Ursprungsrasse, die offiziellen Standards setzen aber an mehreren Punkten unterschiedliche Schwerpunkte. Genau daraus entstehen andere Typen im Ring und oft auch ein anderer Blick auf Größe, Proportionen, Farben und Fehlerbewertung. 


 

Der deutsche Standard läuft über die FCI und ist der präziseste in der Einteilung. Dort wird der Dachshund ausdrücklich in drei Größen geführt, Teckel, Zwergteckel und Kaninchenteckel, und zugleich in drei Haararten, Kurzhaar, Rauhaar und Langhaar. Daraus ergeben sich neun Varietäten. Der britische Kennel Club und der amerikanische AKC führen dagegen nur zwei Größenstufen, also Standard und Miniature, jeweils in den drei Haararten. Schon an diesem Punkt sind die Systeme fachlich nicht deckungsgleich. (

 


 

Der Größenbegriff selbst wird ebenfalls ganz unterschiedlich definiert. Im FCI-Standard wird die Größe über den Brustumfang gemessen, und zwar ab einem Alter von mindestens 15 Monaten. Für Teckel, Zwergteckel und Kaninchenteckel sind genaue Zentimeterbereiche für Rüden und Hündinnen festgelegt. Der AKC arbeitet stattdessen mit Gewicht. Miniatures sind dort Hunde mit 11 pounds and under at 12 months of age and older, Standardhunde liegen üblicherweise zwischen 16 und 32 pounds. Der britische Standard setzt wieder anders an. Beim Standard nennt er als Idealgewicht 9 bis 12 Kilogramm, auf der Rasse-Infoseite des Royal Kennel Club wird für die Miniatures zusätzlich angegeben, dass sie vorzugsweise unter 5 Kilogramm liegen. Wer also von Größe spricht, meint je nach Verband etwas anderes. 


 

Auch bei den Proportionen ist der FCI-Standard deutlich technischer. Dort steht, dass der Bodenabstand etwa ein Drittel der Widerristhöhe betragen soll und die Körperlänge ungefähr im Verhältnis 1,7 bis 1,8 zu 1 zur Widerristhöhe stehen soll. Der britische Standard formuliert anders. Er fordert einen moderat langen Hund ohne Übertreibung, mit Bodenfreiheit von mindestens einem Viertel der Widerristhöhe. Gleichzeitig soll die Widerristhöhe die Hälfte der Körperlänge betragen. Der AKC nennt keine solche feste Zahlenformel. Dort wird der Dackel vor allem als low to ground, long in body and short of leg beschrieben. Das ist mehr Leitbild als Messsystem. Genau hier beginnt bereits die optische Verschiebung zwischen den Standards. 


 

Der britische Standard setzt an mehreren Stellen sichtbar ein Korrektiv gegen Übertreibung. Schon im Abschnitt General appearance steht ausdrücklich with no exaggeration. Dazu kommt der Hinweis, dass eine ausreichende Bodenfreiheit freie Bewegung ermöglichen muss. Der FCI-Text betont dagegen stärker die jagdliche Funktion über und unter der Erde und beschreibt den Dackel insgesamt kompakt, sehr muskulös und arbeitsfähig. Der AKC verbindet beides, also den langgestreckten, tiefgestellten Körper und die klare Gebrauchsfunktion für die Baujagd und das Buschieren, formuliert dabei aber freier und weniger mathematisch als die FCI. 


 

Beim Kopf liegen die Standards nah beieinander, aber auch hier gibt es Nuancen. FCI und AKC beschreiben einen langgestreckten, sich gleichmäßig verjüngenden Kopf mit nur angedeutetem oder wenig wahrnehmbarem Stop. Der AKC spricht zusätzlich von einem leicht römischen Eindruck des Fangs. Der britische Standard ergänzt eine konkrete Längenrelation, nämlich dass die Strecke von der Nasenspitze bis zu den Augen der Strecke von den Augen bis zum Hinterhaupt entsprechen soll. Das ist im FCI-Text so nicht als zahlenähnliche Beziehung ausformuliert. 


 

Beim Gebiss wird der Unterschied besonders deutlich. Die FCI fordert idealerweise ein vollständiges Gebiss mit 42 Zähnen. Gleichzeitig arbeitet der Standard mit einer differenzierten Fehlerlogik. Die M3 bleiben bei der Beurteilung unberücksichtigt, das Fehlen von zwei PM1 wird nicht als Fehler gewertet, und das Fehlen eines PM2 gilt als Fehler, wenn außer den M3 keine weiteren Zähne fehlen. Ein Zangengebiss wird dort bereits als Fehler eingeordnet. Der AKC ist wesentlich knapper. Er verlangt ein Scherengebiss, bewertet ein even bite als minor fault und jede andere Abweichung als serious fault. Der britische Standard fordert ein perfect, regular and complete scissor bite und betont ausdrücklich, dass die vollständige Dentition wichtig ist. Die kleinteilige Ausnahmelogik der FCI fehlt dort. 


 

Auch die Oberlinie wird nicht identisch beschrieben. Im FCI-Standard soll die Körperlänge harmonisch zur Höhe stehen und der Hund insgesamt langgestreckt, aber kompakt gebaut sein. Der AKC formuliert für den Rücken die straightest possible line zwischen Widerrist und kurzer, nur sehr leicht gewölbter Lende. Der britische Standard fordert einen reasonably level back, der harmonisch in eine leicht gewölbte Lende übergeht. Das klingt zunächst ähnlich, schiebt aber unterschiedliche Akzente. Der AKC beschreibt den Rücken stärker als möglichst gerade Linie, während der britische Text stärker die Gesamtbalance ohne Übertreibung hervorhebt. 


 

Noch deutlicher werden die Unterschiede bei den Augen. Die FCI beschreibt dunkle Augen und sagt ausdrücklich, dass Glas-, Fisch- oder Perlaugen bei gefleckten Hunden nicht erwünscht, aber zu tolerieren sind. Der britische Standard erlaubt bei Dapples ein oder beide wall eyes. Der AKC geht bei Dapple-Hunden ebenfalls weit und erklärt teilweise oder vollständig blaue Wall Eyes als akzeptabel. Im Piebald-Muster kippt das aber sofort. Dort sind teilweise oder vollständig blaue Augen im AKC disqualifizierend. Das ist ein sehr typisches Beispiel dafür, wie fein der amerikanische Standard in einzelnen Mustern differenziert. (

 


 

Bei den Farben und Zeichnungen liegen die größten praktischen Unterschiede. Der FCI-Standard ist vergleichsweise eng. Für Kurzhaar, Rauhaar und Langhaar werden die zulässigen Farben und Farbmuster genau aufgeführt, im Kern einfarbig, zwei- oder mehrfarbig je nach Haarart, gefleckt beziehungsweise Merle und gestromt. Alle nicht beschriebenen Farben und Farbmuster sind disqualifizierend. Außerdem nennt der FCI-Standard ausdrücklich schwarz oder braun ohne Brand sowie weiße Farbe mit oder ohne Brand als disqualifizierend. 

 


 

Der AKC ist hier deutlich breiter. Bereits bei den Grundfarben des Smooth Dachshund werden red und cream als einfarbige Hunde genannt. Bei den zweifarbigen Hunden führt der AKC neben black und chocolate auch wild boar, gray, also blue, und fawn, also Isabella, auf. Zusätzlich sind dapple, brindle, piebald und sable ausdrücklich beschrieben. Piebald ist im AKC also keine Randnotiz, sondern ein standardisiertes Muster mit eigenen Regeln für Weißverteilung, Kopfzeichnung und Augenfarbe. Das ist ein fundamentaler Unterschied zum FCI-System.


 

Der britische Standard liegt farblich zwischen FCI und AKC, ist aber in mehreren Punkten wesentlich restriktiver als die USA. Zulässig sind im Standard Red, Black oder Chocolate mit tan markings, Dapple in den zulässigen Farben, bei bestimmten Varietäten zusätzlich Cream, Black or Chocolate and Cream, Brindle sowie bei den Rauhaaren Wild Boar. Gleichzeitig erklärt der britische Standard Double Dapple, Isabella, Blue und alle anderen Farben oder Muster einschließlich Piebald und Tricolour ausdrücklich für unacceptable. Das bedeutet in der Praxis: Ein Piebald-Dackel kann nach AKC-Standard zulässig sein und im britischen Standard bereits aus dem Rahmen fallen. 


 

Bei Weißanteilen gehen die Systeme ebenfalls auseinander. Die FCI erlaubt nur einen kleinen weißen Brustfleck bis zu 3 Zentimetern. Der AKC erlaubt in bestimmten Mustern deutlich mehr Weiß, besonders beim Dapple und vor allem im Piebald-Muster, solange die dort festgelegten Regeln eingehalten werden. Der britische Standard erlaubt in allen Farben nur einen kleinen weißen Fleck an der Brust, der zwar zulässig, aber nicht erwünscht ist, und schließt darüber hinaus Piebald und Double Dapple ausdrücklich aus. Das ist kein Detail, sondern ein echter Standardbruch zwischen Europa und den USA. 


 

Auch im Umgang mit Fehlern zeigen sich Unterschiede im System. Die FCI arbeitet sehr fein abgestuft mit Fehlern, schweren Fehlern und disqualifizierenden Fehlern. Dort werden zum Beispiel Zahnabweichungen, Rückenformen, Körperbau, Bewegungsqualität und zahlreiche Haarfehler sehr genau einsortiert. Der AKC ist kompakter. Er nennt minor faults, serious faults und disqualifications, fokussiert dabei aber stärker auf wenige besonders rassetypische Punkte wie Front, Gebiss, Schüchternheit und unzulässige Farben oder Zeichnungen. Der britische Standard formuliert klassischer: Jede Abweichung ist als Fehler zu werten, und ihre Schwere richtet sich nach dem Grad der Abweichung sowie dem Einfluss auf Gesundheit und Wohlergehen des Hundes. Inhaltlich wirkt der britische Text damit gesundheitspolitischer und weniger katalogartig als die FCI. 


 

Ein weiterer interessanter Unterschied liegt in der Frontkonstruktion. Der AKC beschreibt sehr ausführlich die sogenannte wraparound front. Die schrägen Schulterblätter, die Oberarme und die leicht nach innen gebogenen Unterarme sollen den Brustkorb regelrecht umfassen. Knuckling over der Vorderläufe ist dort sogar disqualifizierend. Der britische Standard beschreibt die Vorhand ebenfalls präzise, setzt aber stärker auf Winkelverhältnisse und die Arbeitstauglichkeit in der Bewegung. Die FCI betont die kräftige, tiefstehende, jagdtaugliche Front, formuliert insgesamt jedoch weniger bildhaft als der AKC. Gerade in der Ringpraxis prägt so eine Beschreibung die gewünschte Silhouette erheblich. 


 

Bei den Haararten bleiben die drei Systeme im Grundmodell ähnlich, aber auch dort ist die Sprache nicht identisch. FCI, AKC und Royal Kennel Club unterscheiden Smooth, Wirehaired und Longhaired. Der AKC erlaubt beim Smooth ausdrücklich cream und verschiedene Schattierungen, führt beim Wirehaired wild boar besonders prominent und lässt insgesamt alle oben genannten Farben und Muster zu. Der britische Standard verteilt bestimmte Farben klar auf bestimmte Varietäten. Die FCI arbeitet noch stärker haarartbezogen und listet je Haarart die zulässigen Farben gesondert auf. Deshalb reicht es fachlich nicht, einfach nur von Dackelfarben zu sprechen, ohne den jeweiligen Verband mitzudenken. 


 

Unterm Strich erklärt der Vergleich vor allem eines: Der deutsche FCI-Standard ist am stärksten vermessen, der britische Standard am deutlichsten auf Maß und Gesundheitssoundness ausgerichtet, und der amerikanische AKC-Standard lässt besonders bei Farben und Zeichnungen deutlich mehr Spielraum. Wer also über den deutschen Dackel, den englischen Dachshund und den amerikanischen Dachshund schreibt, sollte nicht nur die Rasse nennen, sondern immer auch den zugrunde liegenden Standard. Sonst werden Hunde verglichen, die zwar denselben Ursprung haben, aber nach unterschiedlichen kynologischen Regeln bewertet werden. 

 


 


 

Weitere Infos zu den Dackelarten

Ich habe für dich auch noch einen humorvollen Beitrag geschrieben über die verschiedenen Dackelarten: Dackel oder Teckel

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