Urlaub mit Hund in Norditalien

In den letzten Jahren habe ich viele Urlaube mit meinem Hund in Italien, insbesondere in Norditalien, verbracht. Diese Seite sammelt meine persönlichen Erfahrungen aus verschiedenen Regionen, von Berglandschaften über Seen bis hin zu bekannten und weniger bekannten Orten. Alle beschriebenen Reisen, Aufenthalte und Orte habe ich selbst erlebt, gemeinsam mit meinem Hund, selbst gebucht und selbst bezahlt ohne Sponsoring. Hier bekommt ihr als echte Erfahrungen von mir und Paul.
Die folgenden Beschreibungen basieren ausschließlich auf eigenen Eindrücken aus dem Urlaub mit Hund in Norditalien. Ich stelle hier Orte vor, die wir besucht haben, schildere, wie sich die Regionen mit Hund anfühlen und ordne ein, was im Alltag vor Ort gut funktioniert und was eher herausfordernd ist. Ziel ist es, realistische Eindrücke zu vermitteln und eine ehrliche Orientierung für alle zu geben, die überlegen, mit Hund nach Norditalien zu reisen.

Mit Dackel Paul durch Norditalien
Der Norden von Italien hat mich und Dackel Paul schon oft begeistert. Im Aostata und im Trentino sind wir stundenlang durch klare Bergluft gelaufen, und die Dolomiten haben mich unfassbar beeindruckt. Orte die man mit Dackel richtig genießen kann. Dazu kamen kleine Abstecher nach Ligurien, mit diesen süßen, hellen Dörfern, in denen man einfach durchschlendern kann.. Für mich ist Norditalien eine Mischung aus Bergen, Wasser, kleinen Wegen und genau der Art von Orten, die man mit Hund gern immer wieder ansteuert.
Noch mehr tolle Italientipps findest Du hier Der Urlaubshund
Wandern mit Hund in Norditalien
Der Norden von Italien hat unfassbar viele, atemberaubende Wanderregionen. Ich bin so oft wie es geht mit meinem Dackel Paul in Norditalien zum Wandern und ein paar meiner Lieblingsregionen stelle ich Dir hier vor:
Courmayeur mit Hund
Die Gegend um Courmayeur ist atemberaubend und verspricht sensationellen Urlaub mit Hund im Norden von Italien.
Diese Berge dort, ehrlich, ich glaube, ich habe noch nie so hohe, schneebedeckte Bergedirekt vor der Tür gehabt. Absolut irre.
Courmayeur ist wirklich zuckersüß. Ein Haus hübscher als das andere, kleine Läden, enge Gassen, alles irgendwie stimmig, ohne dass es aufgesetzt wirkt. Ich hätte dort stundenlang rumlaufen können.
Dann kam der Monte Bianco. Ja, teuer, und ja, ziemlich touristisch, aber gut, man war oben. Der Blick ist schon beeindruckend, auch wenn man das Erlebnis nicht für sich allein hat.
Die französische Seite ist mit Hund nicht gestattet. Man kann für 74 Euro hoch bis zur Aussichtsplattform fahren, aber die letzte Seilbahn ab da darf man nicht mit Hund nutzen. Das hätte auch ohne Hund noch mal 34€ mehr pro Person gekostet.
Die Aussichtsplattform darf man nur zeitlich limitiert nutzen, aber man fährt dort hin, schaut und das war’s dann. Auch im August herrscht dort tiefster Winter mit viel Schnee. Man kann für weitere 60€ eine geführte Gletscherwanderung machen, dafür braucht man aber spezielle Ausrüstung und ob Hunde da erlaubt sind, hatte ich gar nicht geschaut.
An der Mittelstation des Monte Bianco herrscht dann wieder Sommer und man kann auch wandern. Der botanische Garten ist für Hunde nicht erlaubt.
Für 74€ ein für mich und Dackel Paul ein enttäuschendes Erlebnis ohne Mehrwert. Außer das man dann mal auf den Mont Blanc war.
Danach bin ich noch ein paar Tage im Aostatal wandern gewesen, habe mir die Seitentäler angeschaut und war viel in der Natur. In einem dieser Seitentäler sind wir bis zu einer Kirche hochgeradelt. Das Aostatal ist wunderschön, mit Hund perfekt zum wandern und zum erholen. Allerdings sollte man wissen, dass die Stadt Aosta selber nicht sonderlich attraktiv ist.




Aug
2025
Rapallo und Portofino
Nach Courmayeur bin ich weiter nach Ligurien gefahren und habe mir Rapallo und Portofino angeschaut. Ich glaube, ich habe wirklich noch nie so schöne Häuser gesehen wie dort. Diese Fassaden, die Farben, die Details, man kann sich da komplett verlieren. Ich bin herumgelaufen wie ein Architekt auf Droge und hätte stundenlang nur gucken können.
Der Rest war… naja. Rapallo ist laut, hektisch, immer irgendwie unruhig. Der Campingplatz lag direkt an der Autobahn, da schläft man nicht gerade himmlisch.
Der Hundestrand liegt zwischen Rapallo und Portofino, war winzig und voller Steine, Paul war wenig beeindruckt. Hinlegen kann man sich auf diese Steine nicht, aber zum Baden mit Hund ist es schön. Aber für Rapallo und Portofino selbst hat es sich gelohnt, keine Frage. Man fährt nicht wegen der Ruhe hin, sondern wegen der Schönheit und die ist dort wirklich unschlagbar. Aber nach ein paar Tagen gucken und schauen und durch die Städte flanieren waren Paul und ich erschöpft und brauchten wieder Ruhe.
Achja in Rapallo sind wir noch einmal mit einer Seilbahn einen Berg hoch und zu Fuß wieder runtergewandert. War nicht schlecht, aber ohne Meerblick beim wandern etwas langweilig.
Nicht gerade ein Top Hundeurlaub dort. Kann man machen, muss man aber nicht.




Cinque Terre
Im April war ich in der Cinque Terre unterwegs und habe mir Levanto, Monterosso und natürlich Vernazza angeschaut. Ich habe mehrere Wanderungen gemacht und das war wirklich atemberaubend, diese Kombination aus Meer, Felsen und diesen endlosen Terrassen. Alles ist schön dort, Levanto und Monterosso haben beide ihren eigenen Charme, aber Vernazza hat mich komplett umgehauen. Diese Farben, die Häuser, die kleinen Türen, die alten Steintreppen unfassbar schön. Ich konnte mich kaum losreißen und hätte am liebsten jeden Winkel fotografiert. Paul fand die Wege auch super, Hauptsache Bewegung und neue Gerüche. Vernazza bleibt aber der Ort, der mir am meisten im Kopf geblieben ist. Hier kann man nur im April oder vielleicht im November mit Hund Urlaub machen, denn ansonsten ist es viel zu voll dort. An allen Stränden herrscht absolute Hundeverbot, aber im April wird schon mal ein Auge zugedrückt.Aber ganz ehrlich, wer auf baden verzichten kann erlebt hier mit seinen Hund atemberaubende Wanderungen mit spektakulären Aussichten und zuckersüße Dörfer, die man einfach gern haben muss.
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Manarola
Dann war ich in Manarola, und ehrlich, das hat mich fast noch mehr umgehauen als Vernazza. Diese Felsen, die Farben, die Häuser, die sich da an den Hang klammern – das sieht aus wie gemalt. Ich bin von dort nach Corniglia gewandert, ein Weg, der so richtig dieses typische Italien-Gefühl auslöst: warmes Licht, Oliven, Treppen ohne Ende und irgendwo immer das Meer im Blick. Ich war komplett begeistert. Manarola gehört auch zur Cinque Terre.
Mit Hund ist das wandern dort ein Traum




Mai
2025
Tenno und Canale di Tenno
Tenno und Canale di Tenno haben mich komplett überrascht. Beide Orte sind so unfassbar charmant, dass man eigentlich gar nichts Großes dazu erfinden muss. Diese kleinen Gassen, die alten Steinhäuser, alles wirkt wie aus einer anderen Zeit, aber ohne dieses künstliche „Touristenkulissen“-Gefühl. Ich bin einfach durchgelaufen, habe geguckt, Fotos gemacht und dachte die ganze Zeit: Wie kann ein Ort so ruhig und so schön gleichzeitig sein? Besonders Canale di Tenno hat mich gepackt, mit diesen Bögen, Treppen und winzigen Innenhöfen. Paul fand’s auch klasse, überall neue Gerüche und Schattenplätze. Ein richtiges Highlight.




18
JUN
2025
Seiser Alm
Dann war ich auf der Seiser Alm, und das war wirklich ein Erlebnis. Ich bin dort wandern gegangen und musste gefühlt alle drei Minuten stehen bleiben, weil die Aussicht einfach zu heftig war. Diese Weite, diese Ruhe, die Berge rundherum, das ist schon eine eigene Welt da oben. Man läuft ein paar Schritte und hat sofort wieder ein neues Panorama vor sich, das eigentlich schon wieder ein Foto verdient hätte. Es war einfach spektakulär. Paul war natürlich im Himmel, viel Platz, viel Gras, viel Freiheit. Für mich war es einer der stärksten Momente der ganzen Tour.
Die Seiseralm ist mit Hund ein Traum. Weite, Freiheit und viele Wau- Momente.




Jun
2025
Seceda
Und dann kam Seceda. Ich sag’s dir: Das haut einen einfach um. Diese Spitzen da oben, diese schrägen Felswände, das sieht aus, als hätte jemand eine Modelleisenbahn-Landschaft in XXL hingestellt. Ich bin hochgefahren und erst mal minutenlang nur dagestanden, weil man gar nicht weiß, wohin man zuerst gucken soll. Der Rundblick ist brutal schön, richtig überwältigend. Ich bin dann noch ein Stück gelaufen, einfach der Nase nach, und jedes Mal öffnet sich wieder ein neues Bild. Paul fand’s auch super, obwohl der Wind da oben manchmal schon ordentlich reinpfeift. Seceda war definitiv eines meiner Highlights.
Mit Hund kann man dort perfekt wandern, es gibt schwierige und einfache Wanderwege, viele hübsche Almhütten zum einkehren und tolle Momente, die man nie wieder vergessen wird.




Jun
2025
Der Dürrensee
Am Dürrensee habe ich mir einen richtig schönen Tag gemacht. Ich war wandern, ganz in Ruhe, ohne irgendeinen Plan, einfach dem Gefühl nach. Der See selbst ist unglaublich – dieses helle, fast schon unwirkliche Wasser vor den riesigen Bergen. Ich habe dort sogar gebadet, kurz, aber es musste einfach sein. Man steht da und merkt, wie gut einem diese Mischung aus Stille und Weite tut. Paul war entspannt, hat geschnuppert, Schattenplätze gesucht und alles auf seine Art erkundet. Es war einer dieser Orte, an denen man eigentlich länger bleiben möchte, einfach weil es sich richtig anfühlt.




Jun
2025
3 Zinnen
Zum Schluss war ich noch bei den Drei Zinnen, und das war wirklich ein perfekter Abschluss für meine Norditalien-Tour. Die Wanderung dort oben ist etwas, das man schwer in Worte bekommt. Diese Felsriesen stehen da so mächtig, dass man automatisch langsamer wird und einfach nur schaut. Jeder Aussichtspunkt hat eine andere Wirkung, mal sanft, mal schroff, aber immer beeindruckend. Ich bin einmal um die Drei Zinnen herumgelaufen und hatte ständig dieses Gefühl von „Das sollte man einmal im Leben gesehen haben“. Paul war tapfer, hat die Höhenluft gut weggesteckt und lief fröhlich vor. Es war ein stiller, kraftvoller Moment — und ein wunderbarer Abschluss.




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