Dackelwissen

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Nasenarbeit mit Dackel


 

Nasenarbeit mit dem Dackel – Fährtenarbeit und Schleppe richtig aufbauen


Nasenarbeit mit dem Dackel ist gezieltes Training im Gelände. Hier geht es um Fährtenarbeit, Schleppe, Personensuche und strukturierte Spurarbeit unter klaren Bedingungen. Der Dackel folgt einer bewusst gelegten Spur, verarbeitet Geruchsinformationen am Boden und arbeitet konzentriert auf ein definiertes Ziel zu. Dieses Training nutzt die rassetypische Stärke des Dackels, seine ausgeprägte Nase, und verbindet sie mit kontrollierter Führung. Fährtenarbeit und Schleppe unterscheiden sich im Aufbau der Spur, beruhen jedoch auf demselben Fundament: einem ritualisierten Ansatz und einem klaren Startsignal. Wer Nasenarbeit systematisch aufbaut, schafft eine anspruchsvolle Form der Dackel Beschäftigung, die Konzentration fördert, Energie bündelt und nachhaltige Auslastung ermöglicht.

Eine weitere tolle Idee der Nasenarbeit ist die Zielobjektsuche

Darüber kannst Du hier lesen: Zielobjektsuche beim Dackel


Wenn Du Jäger bist empfehle ich Dir zusätzlich zu diesen Basisübungen dieses Buch: Die Nachsuche 

Erste Trainingsschritte Nasenarbeit 


 

Der Ansatz – das Fundament jeder Nasenarbeit mit dem Dackel


 


 

Unabhängig davon, ob später Fährtenarbeit, Personensuche  oder Schleppe aufgebaut wird, beginnt jede Nasenarbeit beim Dackel mit einem klar ritualisierten Ansatz. Der Dackel muss lernen, dass es einen eindeutig definierten Startpunkt gibt, an dem konzentrierte Spurarbeit beginnt. Dieser Moment entscheidet darüber, ob er strukturiert arbeitet oder eigenständig in irgendeine Richtung abdriftet.

Zunächst wählst du einen überschaubaren Bereich im Gelände, am besten mit mittlerem Bewuchs, damit der Geruch am Boden gut gebunden wird. Der Dackel wird einige Meter entfernt abgelegt oder abgesetzt und darf beobachten, was du vorbereitest. Diese Beobachtungsphase ist gewollt. Der Dackel registriert sehr genau, dass an einer bestimmten Stelle etwas passiert. Dadurch entsteht Erwartung und Arbeitsbereitschaft.


 Am gewählten Punkt trittst du ein kleines Quadrat deutlich sichtbar in den Boden. Im Gras wird kräftig getreten, sodass eine intensive Geruchsfläche entsteht. Dieser Bereich bildet den späteren Ansatz. Damit du selbst jederzeit sicher weißt, wo sich der Ansatz befindet, wird er eindeutig markiert, etwa mit einem Stock im Boden oder einer kleinen Steinmarkierung. Der Dackel orientiert sich später am Geruch, nicht an der Markierung. Die Markierung dient ausschließlich deiner eigenen Klarheit.


 In die getretene Fläche legst du mehrere hochwertige Futterstücke. Sie liegen ausschließlich innerhalb des Ansatzquadrats. Der Dackel soll später genau an dieser Stelle beginnen und dort die Nase ruhig einsetzen.


Anschließend gehst du ruhig zum Dackel zurück, nimmst ihn aus der Ablage und führst ihn kontrolliert an den Ansatz heran. Der Ablauf bleibt jedes Mal identisch. Diese Wiederholung ist entscheidend, weil der Dackel stark über Rituale lernt.


Vor dem Ansatz wird der Dackel noch einmal kurz positioniert. Dann erfolgt sichtbar das Umschalten in den Arbeitsmodus. Wenn Fährtenarbeit an der Leine geplant ist, wird jetzt das Fährtengeschirr angelegt und die Fährtenleine eingehakt. Wenn später freies Arbeiten vorgesehen ist, kann eine locker umgelegte Moxonleine verwendet werden, die im Verlauf einfach fallen gelassen wird. Der Dackel erkennt sehr schnell, dass dieses Umrüsten ein klares Signal für Spurarbeit ist.

Bevor er sucht, zeigst du den Ansatz deutlich an. Du tippst mit dem Finger auf die vorbereitete Fläche. Dieses Tippen wird zum festen Startsignal. Erst danach folgt dein Kommando, beispielsweise „Suchspur“. Das Wort unterscheidet sich bewusst von anderen Suchsignalen im Alltag.

Der Dackel beginnt nun, die Futterstücke im Ansatz aufzunehmen. Mehr passiert in dieser Trainingseinheit nicht. Es wird noch keine Spur gelegt. Ziel ist ausschließlich, dass der Dackel versteht: Hier beginnt konzentrierte Nasenarbeit am Boden.

Diese Sequenz wird an zwei unterschiedlichen Stellen wiederholt. Danach endet das Training. In den folgenden Einheiten wird dieser Ablauf drei bis fünf Trainingstage identisch durchgeführt. Erst wenn der Dackel den Ansatz nach dem Ritual ruhig und zielgerichtet annimmt, folgt die erste kurze Spur.

 

Die erste Fährte 

 

Sobald der Dackel das Ritual am Ansatz verstanden hat, wird eine erste kurze Spur gelegt. Der Aufbau bleibt identisch. Der Dackel wird abgelegt, beobachtet die Vorbereitung und weiß bereits, dass gleich konzentrierte Arbeit beginnt.

Am gewählten Punkt trittst du wieder ein deutliches Ansatzquadrat. Diesmal liegt dort nur ein einzelnes Futterstück. Mehr braucht es nicht. Der Ansatz ist Startpunkt, nicht Hauptbelohnung.

Von dort gehst du etwa 20 bis 30 Meter geradeaus. Der Dackel soll zunächst lernen, eine klare Linie zu verfolgen. Am Ende dieser Strecke platzierst du eine hochwertige Belohnung. Das kann ein Stück Wurst, Käse oder etwas sein, das dein Dackel besonders begehrt. Die Endbelohnung ist deutlich attraktiver als der kleine Happen am Ansatz.

Wichtig ist der Rückweg. Du gehst exakt auf derselben Spur zurück, auf der du die Fährte gelegt hast. Wenn du daneben zurückläufst, entstehen zwei Geruchslinien, die den jungen Spurarbeiter unnötig verwirren. 

 

Anschließend holst du den Dackel wie gewohnt ab, führst ihn ruhig zum Ansatz, tippst auf den Boden und gibst dein Kommando, etwa „Suchspur“. Er nimmt das einzelne Futterstück am Ansatz auf und wird rasch feststellen, dass die Arbeit weiterführt. 

Hier zeigt sich auch, dass viele Dackel eher unterfordert sind als überfordert. Eine gerade, frische Spur über 25 Meter ist für einen gesunden Dackel keine komplexe Aufgabe. Er folgt konzentriert, findet die Endbelohnung und versteht sehr schnell das Prinzip: Ansatz bedeutet Spur, Spur bedeutet Ziel.


Ob du dabei an einer Fährtenleine arbeitest oder die Leine nach dem Startsignal einfach fallen lässt, hängt von deinem späteren Ziel ab. Für klassische Fährtenarbeit wird in der Regel am Geschirr mit Leine gearbeitet. Bei freien Trails oder bestimmten Prüfungsformen wird ohne Leine gearbeitet. Sinnvoll ist es, dem Dackel beides beizubringen. So bleibt er flexibel einsetzbar.


 

Im jagdlichen Bereich, etwa bei der Schweißarbeit, wird grundsätzlich an der Leine geführt. Diese Arbeit kann zügig werden, weil der Hund stark im Vorwärtsdrang steht. Hier ist eine gute körperliche Vorbereitung des Führers wichtig, da Tempo und Zug deutlich zunehmen können.


 

Für den Einstieg jedoch gilt: kurze Strecke, klare Linie, sauberes Ritual. Erst wenn diese Basis sicher sitzt, folgen längere 

Strecken, Winkel oder ältere Spuren.

 


 

Führersuche für die Begleithundprüfung


 


 

Wenn dein Dackel eine gerade Fährte von etwa 60 bis 80 Metern sicher arbeitet, kannst du ohne Umwege in die Führersuche einsteigen. Viel Neues kommt dabei nicht hinzu. Die Grundlage ist bereits vorhanden: klarer Ansatz, ruhiger Start, konzentriertes Vorwärtsarbeiten.

Der Unterschied besteht darin, dass der Dackel beim Legen der Spur nicht mehr zusieht. Eine zweite Person hält ihn außer Sicht. Der Dackel soll lernen, sich ausschließlich auf die Geruchsspur zu verlassen. Das ist der entscheidende Schritt in Richtung Begleithundprüfung.

Du trittst wieder deinen Ansatz, exakt wie im Training zuvor. Ein sauber getretenes Quadrat, klar markiert, ein kleines Futterstück im Ansatz. Von dort gehst du etwa 70 oder 80 Meter schnurgeradeaus. Am Ende versteckst du dich. Dann übernimmt der Helfer. Er bringt deinen Dackel zum Ansatz, führt das bekannte Ritual durch, tippt auf den Boden und gibt dein festgelegtes Kommando, zum Beispiel „Suchspur“ und lässt ihn dann frei.

Der Dackel nimmt den Ansatz auf und arbeitet die Spur nach vorne. Für einen Dackel ist das keine außergewöhnliche Aufgabe. Gerade Linien und frische Spuren sind deutlich lesbar. Am Ende findet er dich. Dort bekommt er eine klare, hochwertige Bestätigung und eine echte Dackelparty mit hochwertiger Belohnung.


Viele Dackel würden diese Übung auch ohne Vorbereitung bewältigen. Der saubere Aufbau sorgt jedoch dafür, dass sie unter Prüfungsbedingungen ruhig und strukturiert arbeiten. Erst wenn diese gerade Strecke sicher sitzt, verlängerst du die Distanz oder baust einen ersten rechten Winkel ein.

 


 

Der erste Winkel, sauber aufgebaut 


 


 

Bevor eine Führersuche prüfungssicher wird, muss der Dackel lernen, Winkel zu arbeiten. Der Aufbau ist unkompliziert, wenn die gerade Strecke sicher sitzt.

Du legst zunächst wieder eine gerade Spur von etwa 70 bis 80 Metern. Kurz bevor du den Winkel gehst, trittst du die Fläche etwas deutlicher aus. Kein riesiges Quadrat, sondern eine klar erkennbare Geruchsverdichtung. Dann gehst du im rechten Winkel nach links oder rechts weiter. Die zweite Strecke kann zunächst etwas kürzer sein, etwa 30 bis 40 Meter.


 

Zusätzliche Futterstücke im Winkel sind nicht notwendig, machen viele…aber kaum ein Hund hat die Ruhe, auf einer Spur an Essen zu denken. 


 

Am Ende der Spur befindest du dich wie zuvor als Zielperson.


 

Beim Arbeiten wird der Dackel die erste Gerade wie gewohnt verfolgen. Am Winkel läuft er anfangs vielleicht zunächst einige Meter weiter geradeaus, weil er ja noch gar nicht weiß, das es sowas wie Winkel gibt.

Dort endet die Spur. Er wird suchen, keinen Anschluss finden und zurückgehen. An der Geruchsverdichtung im Winkelbereich nimmt er die neue Richtung wahr und arbeitet weiter.

Genau dieser Moment ist wichtig. Der Dackel lernt, dass Spurarbeit nicht bedeutet, stur geradeaus zu laufen, sondern Geruch aktiv zu prüfen. Er löst das Problem selbstständig. 

Hat er den ersten Winkel verstanden, wird der zweite genauso aufgebaut. Erst wenn zwei Winkel sicher gearbeitet werden, kannst du die Strecken verlängern oder die Spur etwas altern lassen.


 Mehr braucht es nicht.


Der Dackel ist für solche Aufgaben gemacht. Mit klarer Struktur und ruhigem Aufbau versteht er das Prinzip sehr schnell.


 


 

Verweisen von Fährtengegenständen


 


 

Parallel zur Nasenarbeit wird das ruhige Verweisen von Fährtengegenständen aufgebaut. Statt den Gegenstand aufzunehmen, soll der Dackel ihn am Boden im Platz anzeigen.


Für die Bestätigung braucht es einen klaren Marker. Das kann ein Clicker sein, wenn der Dackel ihn kennt. Ebenso gut funktioniert ein bereits etabliertes Belohnungswort wie „Fein“ oder „Toll“. Entscheidend ist nicht das Werkzeug, sondern das präzise Timing. Der richtige Moment wird markiert, danach folgt unmittelbar eine Futterbelohnung.

Zu Beginn wird mit einem einzigen Gegenstand gearbeitet, etwa einem kleinen Holzstück. Der Gegenstand wird in der Hand präsentiert. Jede Annäherung, jeder Blick, jedes Schnuppern wird markiert und belohnt. Der Dackel soll verstehen, dass dieses Objekt Bedeutung hat.


Anschließend wird der Gegenstand schrittweise tiefer gehalten, bis er sich in Bodennähe befindet. Jede Bewegung des Dackels, bei der Kopf oder Körper nach unten gehen, wird bestätigt. Ziel ist es zunächst nur, dass der Dackel sich aktiv mit dem Gegenstand am Boden beschäftigt.


Erst wenn dieses Interesse gefestigt ist, wird der Gegenstand auf den Boden gelegt. Der Dackel sollte selbstständig hingehen und schnuppern. Auch dieses Verhalten wird weiterhin bestätigt.

Nun folgt der entscheidende Zwischenschritt:

Der Dackel bekommt aktiv Hilfe in Richtung Platz. Entweder über ein leises, bekanntes Platz-Kommando oder über ein ruhiges Handsignal. Zeigt er am Gegenstand die Platzposition, wird sofort markiert und belohnt.


 

In dieser Phase wird nicht gewartet, bis der Dackel von allein auf die Idee kommt. Er bekommt klare Führung. Die Verknüpfung lautet: Gegenstand am Boden plus Platzsignal ergibt Belohnung. Mit der Zeit wird das Platzsignal reduziert. Der Dackel legt sich zunehmend selbstständig ab, sobald er den Gegenstand erreicht. Ab diesem Punkt wird nur noch das vollständige, ruhige Platz direkt am Gegenstand bestätigt. Dieses Verhalten wird über mehrere Trainingseinheiten stabilisiert. Erst wenn der Dackel den Gegenstand sicher und ohne zusätzliche Hilfe im Platz verweist, wird mit unterschiedlichen Materialien gearbeitet und später das Anzeigen in die Fährte integriert.


 
 

Fährtenarbeit und Gegenstandsanzeige verbinden


 


 

Ein Dackel, der sauber eine Fährte arbeitet und unabhängig davon Gegenstände sicher im Platz verweist, verknüpft beides nicht automatisch. In der Praxis entsteht häufig ein innerer Konflikt. Die Spur fordert Vorwärtsarbeit, der Gegenstand verlangt Anhalten und Ablegen. Genau an diesem Punkt muss die Verbindung bewusst aufgebaut werden. Deswegen machen wir diese Übung immer an der Leine und Fährtengeschirr


Der erste Gegenstand wird deshalb direkt in das Ansatzfeld gelegt. Noch bevor der Dackel die eigentliche Spur aufnimmt, trifft er auf den Gegenstand. Er kommt am Ansatz ins Platz, erhält seine Bestätigung und erst danach beginnt die eigentliche Fährtenarbeit. Dadurch wird von Beginn an klar: Gegenstandsanzeige gehört zur Spurarbeit.

Wir können auch noch mal einen Schritt wieder zurückgehen und das Kommando „Platz“ sagen, falls er nicht von selber auf die  Idee kommt.

Auf der weiteren Strecke werden mehrere Gegenstände verteilt, idealerweise fünf bis sieben Stück. Der Hundeführer muss exakt wissen, wo sie liegen. Ein Überlaufen darf nicht unbemerkt passieren.

Ich habe auch hier echt lange immer einfach „Platz“ gesagt und erst später immer weniger mit Kommando gearbeitet.

Viele lehnen das ab und meinen, der Dackel müsste von selber reagieren, aber ich hab das Kommando später ausgeschlichen und gut war. Parallel dazu hab ich im Wohnzimmer immer noch weiter an der Verknüpfung Holzstab und automatisch Platz machen geübt und schnell ging das auch auf der Fährte.
 

Nach dem ersten korrekt verwiesenen Gegenstand und der Belohnung arbeitet der Dackel weiter. 

Weiterarbeit erfolgt erst, wenn der Gegenstand zumindest ansatzweise im Platz angezeigt wird. Bereits ein sehr kurzes Ablegen reicht aus, um zu bestätigen. Die Markierung erfolgt präzise, anschließend darf der Dackel sofort weiterarbeiten. Die Spur selbst wird zur Belohnung.

Wichtig ist, dass im unmittelbaren Bereich um den Gegenstand kein Futter liegt. Einige Meter davor und danach bleibt die Spur frei von zusätzlichen Reizen. Der Fokus soll ausschließlich auf dem Gegenstand liegen.


Bei den folgenden Gegenständen wiederholt sich dieser Lernprozess. In der Regel wird der Dackel schneller reagieren, weil er verstanden hat, dass das Ablegen Voraussetzung für die Weiterarbeit ist. Viele Dackel wollen dann auch gar keine Belohnung mehr in Form von Wurst, die Spur ist dann einfach wichtiger.


 

Sobald das Anzeigen sicherer wird, wird die Dauer des Platz schrittweise verlängert. Der Dackel bleibt liegen, während sich der Hundeführer nähert und den Gegenstand aufnimmt. Erst danach erfolgt die Bestätigung. So wird das Verhalten prüfungstauglich aufgebaut.


 

Mehrere Trainingsfährten dieser Art sind notwendig, bis der Dackel Gegenstände selbstverständlich in die Spurarbeit integriert und nicht mehr zwischen Vorwärtsdrang und Anzeige schwankt.


 

Apportieren auf der Spur


 


 

Ist der Apport bereits sicher aufgebaut, kann er sinnvoll in die Nasenarbeit integriert werden. 

Wenn Du Dir bezüglich des Apports noch unsicher bist, kannst Du Dir hier die einzelnen Schriite noch mal 

durchlesen 

Apportieren für den Dackel


 

Der Dackel bleibt zunächst im Auto oder außer Sicht. Du befestigst das gewohnte Dummy an einer Schnur und ziehst damit die Spur. Der Ansatz wird wie gewohnt vorbereitet. Von dort ziehst du das Dummy über den Boden in gerader Linie bis zum Zielpunkt und legst es dort ab.


 

Beim Rückweg ist Sorgfalt entscheidend. Entweder gehst du exakt auf derselben Spur zurück, sofern die Trittspur sichtbar ist, oder du wählst einen weiten Bogen außerhalb der gelegten Schleppenlinie. Ziel ist, dass keine zweite, konkurrierende Spur entsteht.


 

Anschließend wird der Dackel zum Ansatz geführt. Das bekannte Ritual bleibt bestehen. Nach dem Startsignal arbeitet er die Spur. Am Ende liegt das Dummy, das er vom Apportieren kennt.


 

Für einen Dackel, der Apport sicher gelernt hat, ist dieser Schritt in der Regel selbsterklärend. Er folgt der Spur, findet das Dummy und bringt es. Die Kombination aus Nasenarbeit und Beuteobjekt verstärkt die Motivation deutlich.


 

Falls der Dackel am Ende zögert, kann das bekannte Apportiersignal gegeben werden. Voraussetzung ist jedoch, dass der Apport unabhängig von der Spurarbeit bereits zuverlässig aufgebaut wurde.


 

Diese Form der Arbeit verbindet Spurtreue mit Zielorientierung und eignet sich gut als Variation zur klassischen Fährtenarbeit.


 


 


 


 

Personensuche auf Fremdspur


 


 

Eine gesonderte Gewöhnung an Fremdspuren ist meist nicht erforderlich. Hat der Dackel verstanden, dass das Kommando „Suchspur“ eine Bodenarbeit einleitet, folgt er der Geruchslinie, die am Ansatz vorbereitet wurde.


 

Ob die Spur vom Hundeführer oder von einer anderen Person gelegt wurde, spielt für den Dackel zunächst keine entscheidende Rolle. Spur ist Spur. Entscheidend ist das klare Startsignal und die ritualisierte Ansatzarbeit.


 

Die Verfolgbarkeit einer frischen Spur bereitet den meisten Dackeln erkennbar Freude. Mit zunehmender Erfahrung lernen sie, unterschiedliche Geruchsquellen sicher zu differenzieren, ohne dass hierfür ein gesondertes Grundlagentraining notwendig ist.


 


 

Die hierbeschriebenen Suchaufgaben sind Bestandteil viele Dackelprüfungen.

Du findest mehr Infos dazu auf der Seite Begleithundeprüfung für Dackel

 

Weitere tolle Beschäftigungsideen 

Wer die  Nasenarbeit vertiefen möchte, findet in der Zielobjektsuche eine tolle Möglichkeit, weiter zu trainieren. 

Suchspiele lassen sich über Klickertraining sauber aufbauen. Das Markersignal macht deinem Dackel exakt verständlich, welches Verhalten erwünscht ist. Gerade bei selbstständig arbeitenden Hunden sorgt diese Klarheit für schnelle Lernfortschritte.

Auch Intelligenspiele  gehören zur geistigen Auslastung. Dein Dackel lernt neue Bewegungsabläufe, trainiert Koordination und arbeitet aufmerksam mit dir zusammen. Das stärkt die Zusammenarbeit und erweitert das Repertoire an Aufgaben.


Für die Gesunderhaltung Deines Dackel und zusätzlich noch eine Menge Spaß findest Du auf der Seite Dackelgymnastik tolle Inspirationen. Etwas anspruchsvoller, aber ideal für Bindung und Beziehung ist das Apportieren mit Dackel.

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