Dackelwissen

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Das Kommando „voran“

Was bedeutet das Komman „voran“ beim Dackel?

Das Kommando „Voran“ beschreibt beim Dackel ein gezieltes Voranschicken über eine festgelegte Strecke. Der Dackel soll sich nach dem Signal klar nach vorne orientieren und selbstständig loslaufe und zwar schnurgeradeaus, solange, bis ein anderes Kommando erfolgt. Diese Übung wird unter anderem in der Begleithundeprüfung verlangt und spielt auch in der jagdlichen Arbeit sowie im Dummytraining eine Rolle.


 

Im Unterschied zu einem freien Laufkommando handelt es sich beim Voran um eine konkrete Arbeitsaufgabe. Der Dackel läuft nicht einfach los, um sich frei zu bewegen, sondern arbeitet auf ein weiteres Signal hin. Die Laufstrecke endet immer mit einem Folgekommando, zum Beispiel Sitz, Platz, Such, Bring oder einem Freigabekommando. Dadurch bleibt die Übung für den Dackel klar strukturiert und eindeutig nachvollziehbar.


 

Je nach Prüfungsordnung kann das Kommando als Voran oder Voraus bezeichnet werden. Für den Dackel ist die Wortwahl dabei unerheblich, entscheidend ist die gleichbleibende Bedeutung des Signals. In der Ausbildung kann das Voranschicken zunächst mit einem Handzeichen kombiniert werden, um dem Dackel die Laufrichtung eindeutig zu zeigen. In Prüfungen, in denen Handzeichen nicht erlaubt sind, lässt sich dieses Hilfsmittel später gezielt abbauen.


 

Wie bringe ich dem Dackel „voran“ bei


„Lauf“ - das Freizeit - Voran


Das Voranlaufen lässt sich beim Dackel sehr gut auch außerhalb von Prüfungen nutzen. Im Alltag verwende ich dafür bewusst ein anderes Kommando als das prüfungsmäßige „Voran“. Im Freizeitbereich heißt dieses Kommando bei mir „Lauf“. Der Dackel soll dadurch erkennen, dass die Ausführung weniger formal ist, die Bedeutung aber trotzdem klar bleibt.


 Das Kommando „Lauf“ nutze ich immer dann, wenn mein Dackel beim Spazierengehen loslaufen soll oder loslaufen darf. Es passt sowohl zu Situationen, in denen das Loslaufen meinem Wunsch entspricht, als auch zu Momenten, in denen der Dackel ohnehin das Bedürfnis hat, nach vorne zu gehen. Entscheidend ist, dass der Dackel lernt, dieses Bedürfnis mit einem klaren Signal zu verknüpfen.


 Der Aufbau ist unkompliziert. Beim Einüben wird das Kommando genau in den Momenten eingesetzt, in denen der Dackel ohnehin vorwärts möchte. Ein typisches Beispiel ist der Hundestrand. Der Dackel ist aufgeregt, möchte loslaufen, die Leine wird abgenommen, der Dackel wird kurz ins Sitz genommen oder ein paar Schritte im Fuß geführt. Anschließend folgt das Kommando „Lauf“, begleitet von einem Handzeichen, ähnlich wie bei einem Freigabesignal. Da der Dackel in diesem Moment ohnehin laufen möchte, entsteht sehr schnell eine klare Verknüpfung zwischen Wort und Verhalten.


 Dieses Vorgehen lässt sich im Alltag leicht wiederholen. Trifft man beim Spaziergang auf einen anderen Hund, wird der Dackel ins Fuß genommen und ruhig vorbeigeführt. Sobald die Situation geklärt ist und der Dackel wieder vorwärts gehen darf, folgt erneut das Kommando „Lauf“. Der Dackel lernt dadurch, dass Loslaufen nicht zufällig passiert, sondern bewusst freigegeben wird.


 Wichtig ist dabei die klare Abgrenzung zu einem allgemeinen Freigabekommando. „Lauf“ bedeutet nicht, dass der Dackel stehenbleibt, schnüffelt oder markiert. „Lauf“ heißt tatsächlich laufen, in dem Rahmen, der grundsätzlich erlaubt ist. Paul darf sich dabei etwa vierzig Meter von mir entfernen, im Rahmen diese Strecke soll er auch wenigsten ca 10 m von mir weg laufen. Bleibt er nach dem Kommando stehen oder verliert sich im Schnüffeln, wird er konsequent wieder in Bewegung gebracht, ich lauf dann los und scheuche ihn voran. Auch im Freizeitbereich bleibt das Kommando verbindlich.

 

Ein Freigabekommando wie „OK“ hat eine andere Bedeutung. Nach „OK“ darf der Dackel selbst entscheiden, was er tut. Nach „Lauf“ soll er laufen. Diese klare Unterscheidung macht das Kommando alltagstauglich, verständlich für den Dackel und sauber getrennt von prüfungsbezogenen Signalen.

 

Das „ Voran“ auf Prüfungsniveau


Das prüfungsmäßige Voran ergibt erst dann Sinn, wenn der Dackel das Freizeitkommando Lauf bereits sicher kennt. Der Hund hat dadurch schon gelernt, dass es ein Signal gibt, das ihn nach vorne schickt, ohne dass er sich am Menschen orientieren soll. Diese Vorerfahrung ist eine wichtige Grundlage für das formelle Voran.

Beim Voran auf Prüfungsniveau gelten klare Prioritäten. An erster Stelle steht die Schnelligkeit. Ein Dackel, der zügig nach vorne läuft, bewegt sich automatisch selbstbewusster und bleibt deutlich gerader in der Linie. Langsames oder zögerliches Voranschicken führt dagegen häufig zu Unsicherheit, seitlichem Abdriften oder Abbrüchen.

Aus diesem Grund wird das Voran über einen langen Zeitraum ohne Stopp am Ende aufgebaut. In den ersten sechs bis acht Monaten liegt der Fokus ausschließlich darauf, dass der Dackel zuverlässig, freudig und mit Tempo nach vorne läuft. Ein Abstoppen am Ende der Strecke spielt in dieser Phase keine Rolle. Auch später, wenn gezielt für eine Prüfung trainiert wird, wird der Dackel nur selten gestoppt. In der Regel endet höchstens ein von zehn Vorans mit einem Stoppkommando. Das Stoppen kann jederzeit später aufgebaut werden, ein sicheres und schnelles Voran dagegen nicht.

Die zweite Priorität ist das gerade Laufen. Dieses lässt sich am besten fördern, indem man dem Dackel optische Orientierungshilfen bietet. Geeignet sind gerade Wege, Feldränder, gedroschene Stoppelfelder mit sichtbaren Furchen oder natürliche Korridore wie Alleen. Je klarer die visuelle Linie, desto leichter fällt es dem Dackel, die Strecke gerade zu halten.

Damit der Dackel wirklich schnell wird, braucht er am Ende der Strecke etwas, das für ihn einen hohen Wert hat. Das kann besonders begehrtes Futter sein, viele jagdlich geführte Dackel reagieren sehr stark auf Katzenfutter. Ebenso möglich sind Käse, Würstchen oder andere hochwertige Belohnungen. Spielzeug kann später ebenfalls eingesetzt werden, für den ersten Aufbau empfiehlt sich jedoch Futter, da es ruhig wirkt und keine zusätzliche Erregung erzeugt.

Für die ersten Übungen wird der Dackel abgesetzt, während sichtbar in einiger Entfernung ein Napf oder ein Teller mit Futter platziert wird. Die Distanz kann anfangs bei etwa zwanzig bis vierzig Metern liegen. Wichtig ist, dass der Dackel den Aufbau vollständig beobachtet. Gegebenenfalls kann am Zielpunkt ein kurzes Geräusch gemacht werden, um die Motivation weiter zu steigern. Anschließend wird der Dackel mit dem Kommando Voran losgeschickt. Kurz bevor er das Futter erreicht, folgt das gewohnte Freigabekommando, zum Beispiel „OK“.

Diese Übung wird häufig wiederholt. Es geht dabei nicht um einzelne Durchgänge, sondern um viele saubere Wiederholungen. Zwanzig, dreißig oder mehr erfolgreiche Vorans sind in dieser Phase sinnvoll. Die Strecke kann schrittweise verlängert werden, solange der Dackel sicher und freudig läuft. Ein Voran ohne Erfolgserlebnis findet nicht statt.

Ein zentraler Punkt beim Aufbau des Vorans ist die absolute Verlässlichkeit der Belohnung. In den ersten ein bis zwei Jahren sollte der Dackel niemals die Erfahrung machen, dass ein Voran ohne positiven Abschluss endet. Auch bei älteren Hunden bleibt die Regel bestehen, dass der überwiegende Teil der Vorans am Ende zu einer klaren Belohnung führt. Diese konsequente Erfolgsverknüpfung sorgt dafür, dass der Dackel das Voran selbstbewusst, schnell und ohne Zögern ausführt.


 

Übergang vom Futternapf zum Voran draußen


 

Wenn der Dackel das Voran auf den Futternapf über viele Wiederholungen sicher gelernt hat, wird die Übung schrittweise nach draußen verlagert. Ab diesem Punkt kann statt Futter auch ein besonders begehrtes Objekt eingesetzt werden, zum Beispiel das Lieblingsspielzeug, ein Ball oder ein anderer Gegenstand, auf den der Dackel stark reagiert.

Zu Beginn wird das Objekt so ausgelegt, dass der Dackel es eindeutig sieht. Gegebenenfalls kann die Aufmerksamkeit zusätzlich mit einem kurzen, spielerischen Geräusch auf das Ziel gelenkt werden. Der Dackel soll gedanklich bereits bei dem Objekt sein. Anschließend wird gemeinsam weitergegangen, etwa dreißig bis fünfzig Meter, bevor man sich umdreht und den Dackel mit dem Kommando Voran losschickt.


In dieser Phase geht es nicht um Apportieren, Abgeben oder Kontrolle. Der Dackel darf zum Objekt hinrennen, damit spielen, es wegtragen oder sich damit beschäftigen. Entscheidend ist allein, dass er schnell, zielgerichtet und gerade nach vorne läuft. Das Voran bleibt eine reine Laufaufgabe. Alles, was danach passiert, ist Belohnung.


 

Der Dackel darf sich am Zielpunkt ausreichend mit dem Objekt beschäftigen. Es gibt keinen Zeitdruck und keine sofortige Rückforderung. Wichtig ist nur, dass das Voran positiv endet und der Dackel die Übung als lohnend erlebt. Dieses Vorgehen wird viele Male wiederholt. Ein Voran pro Spaziergang reicht vollkommen aus, entscheidend ist die Regelmäßigkeit über einen längeren Zeitraum.


 

Als Zielobjekt eignen sich neben Spielzeug auch Alltagsgegenstände, zum Beispiel ein Handschuh. Gerade beim Dackel können solche Objekte eine sehr hohe Attraktivität entwickeln. Auch hier gilt: Der Gegenstand dient ausschließlich als Motivation für das schnelle Voranlaufen.


 

Erst wenn der Dackel zuverlässig, mit hoher Erwartung und deutlichem Tempo auf das sichtbare Ziel läuft, wird der Schwierigkeitsgrad erhöht. In einem nächsten Schritt wird das Objekt unauffällig abgelegt, ohne dass der Dackel es bewusst wahrnimmt. Anschließend folgt erneut das Kommando Voran.


 

Zeigt der Dackel in dieser Situation Zögern oder Unsicherheit, war der Übergang zu früh. Ein sicheres Voran erkennt man daran, dass der Dackel beim Kommando bereits innerlich startet und mit hoher Geschwindigkeit losläuft. Bleibt er stehen oder sucht nach dem Ziel, fehlt noch die notwendige Verknüpfung. In diesem Fall wird konsequent zum vorherigen Schritt zurückgegangen und weiter mit sichtbaren Zielen gearbeitet.


 

Der Aufbau des Vorans folgt immer derselben Logik: Erst viele sichere Wiederholungen mit klarem Erfolg, dann eine behutsame Steigerung. Schnelligkeit, Klarheit und eine durchgehend positive Erwartung stehen dabei stets im Vordergrund.


 

Das Stoppen am Ende


 Das Stoppen am Ende des Vorans, mit Bedacht eingesetzt


 

Früher oder später stellt sich beim Voran immer die Frage nach dem Stoppen am Ende der Strecke. Natürlich möchte man wissen, ob der Dackel bereits so weit ist, dass er nach dem Voranschicken auf ein Sitz oder Platz reagiert. Grundsätzlich ist das möglich, aber nur unter einer klaren Voraussetzung: Der Dackel muss sich im Voran bereits sicher fühlen.


 Auf keinen Fall sollte das Voran so aussehen, wie es in dem begleitenden Video zu sehen ist. Der Dackel läuft dort langsam, schief und sichtbar unsicher. Das Voran ist noch nicht gefestigt, wird aber bereits mit einem Stopp kombiniert. Das Ergebnis ist ein zögerliches, wackeliges Vorangehen. Genau diese Entwicklung gilt es zu vermeiden.

 

Formal betrachtet kann eine solche Ausführung in einer Prüfung durchaus zum Bestehen führen. Der Hund läuft voran, reagiert auf das Stoppkommando und führt es korrekt aus. Auch mit Abzügen in der Bewertung wäre die Übung bestanden. Inhaltlich verfehlt dieses Vorgehen jedoch den eigentlichen Sinn der Übung. Ein Voran, das von Unsicherheit geprägt ist, baut kein Selbstvertrauen auf und wird langfristig immer fragiler.

 

Ein zu frühes oder zu häufiges Stoppen nimmt dem Dackel die Sicherheit im Laufen. Der Hund beginnt zu zögern, rechnet mit einer Unterbrechung und verliert Tempo und Klarheit. Statt eines entschlossenen Voranschickens entsteht ein vorsichtiges Abwarten. Damit schadet man sich das Voran nachhaltig.


 Das Stoppen sollte deshalb erst sehr spät und nur selten eingesetzt werden. In der Anfangszeit liegt der Fokus ausschließlich auf Schnelligkeit und Geradlinigkeit. Selbst in der späteren Prüfungsphase wird der Dackel nur gelegentlich gestoppt. In der Regel endet der überwiegende Teil der Vorans weiterhin mit einer Belohnung am Ziel.

 

Zeigt der Dackel beim Testen des Stopps Unsicherheit, Verzögerung oder Abflachen im Tempo, wird dieser Trainingsschritt sofort wieder zurückgenommen. In diesem Fall geht es zurück zum reinen Voran ohne Stopp. Schnelligkeit und Selbstverständlichkeit haben immer Vorrang. Erst wenn der Dackel das Voran mit voller Überzeugung ausführt, kann das Stoppen sinnvoll und stabil aufgebaut werden.

 

Schnelligkeit beim Voran

Immer wieder ist es wichtig, das Voran schnell zu bekommen oder zu erhalten. Gerade, wenn wir im Verlauf merken, dass unserer Dackel langsamer geworden ist, oder zögerlich, dann bekommen wir ihn durch Übungen, wie hier im Video zu sehen, wieder schnell.

Wichtig: man müsste dann natürlich auch das Kommando „voran“ benutzen und nicht, wie ich hier im Video „dann hols mal“ ( für mich hatte das Training dort im Video einen anderen Zweck)

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Was oft vergessen wird!

Oft wird vergessen, dass  der Dackel am Ende der Strecke immer ein weitere Kommando braucht, welches ihn klar macht, dass das Laufen jetzt zu Ende ist. Sonst wird es irgendwann so werden, gerade wenn wir ohne sichtbare Beute üben, dass der Dackel unsicher wird und sich fragt, wie lange er noch laufen soll und was denn jetzt als Nächstes passiert.

Deswegen endet das voran immer mit einem

  • Ok
  • Sitz
  • Platz
  • Apport
  • Such
  • Bring
  • Suchenpfiff

oder ähnliches. Hauptsache ist, das unser Hund weiß, er muss so lange laufen, bis eine weitere Anweisung erfolgt.

Das erscheint uns evt unlogisch, weil für uns klar ist, dass der Dackel bis zum Futternapf oder bis zum Spielzeug laufen soll. Dem Dackel ist das auch klar, so lange er seine Belohnung sieht oder riecht oder weiß, dass es dort abgestellt wurde.

Aber: das bleibt ja nicht so. Die Strecken werden später länger und kein Motivationsobjekt ist zu sehen. Voran ist eine Vertrauensfrage und dieses  erreichen wir nur durch ein zweites Kommando am Ende. 

Voran für Fortgeschrittene 

 

Fortgeschrittene Übung: Memory beim Voran


Beim sogenannten Memory geht es nicht darum, dass der Dackel das Ziel dauerhaft präsent im Kopf behält. Im Gegenteil. Ziel dieser Übung ist, dass der Dackel lernt, dem Kommando Voran auch dann zu vertrauen, wenn der ursprüngliche Auslöser längst in den Hintergrund getreten ist oder scheinbar vergessen wurde.


Für diese Übung wird ein Objekt genutzt, das für den Dackel einen sehr hohen Wert hat, zum Beispiel ein besonders geliebter Ball oder ein bestimmtes Spielzeug. Zu Beginn wird der Dackel bewusst stark auf dieses Objekt fokussiert. Der Ball wird gezeigt, bewegt oder kurz spielerisch eingesetzt, sodass der Dackel emotional deutlich darauf reagiert. Anschließend wird das Objekt sichtbar an einer markanten Stelle abgelegt, etwa neben einem Baum oder Busch, idealerweise an einem klaren, geraden Weg.


Danach entfernt man sich gemeinsam vom Ziel, ohne den Dackel sofort voranzuschicken. Stattdessen folgt eine Phase, in der bewusst etwas völlig anderes gemacht wird. Man geht in eine andere Richtung, wechselt die Umgebung, lässt den Dackel balancieren, schnüffeln oder kleine Alltagsaufgaben ausführen. Diese Unterbrechung dauert anfangs nur wenige Minuten.

 

In dieser Zeit verliert der Dackel das ursprüngliche Ziel meist aus dem aktiven Bewusstsein. Genau das ist gewünscht. Erst danach kehrt man an den Ausgangspunkt zurück und gibt das Kommando Voran. Der Dackel soll nun loslaufen, obwohl für ihn nicht mehr eindeutig ist, warum. Oft entsteht das Wiedererkennen erst während der Laufstrecke, durch Geruch, durch einen visuellen Hinweis oder durch die Erinnerung an die vorherige Situation.


Diese Übung wird schrittweise gesteigert. Aus wenigen Minuten können später längere Zeiträume werden. Das Objekt kann bereits zu Beginn eines Spaziergangs ausgelegt werden, während der eigentliche Spaziergang dreißig, vierzig oder sogar sechzig Minuten dauert. Erst am Ende wird der Dackel auf das Voran geschickt.


 

Wichtig ist dabei, dass das Objekt an einem bekannten Ort liegt, den der Dackel bereits betreten hat, und dass möglichst keine äußeren Störungen auftreten. Wird das Objekt zwischendurch zb durch Spaziergänger oder andere Hunde entfernt, entsteht unnötige Verunsicherung. Gerade bei Memory-Übungen ist eine verlässliche Erfolgsverknüpfung entscheidend.


Richtig aufgebaut stärkt das Memory nicht das Erinnerungsvermögen, sondern das Vertrauen in das Kommando. Der Dackel lernt, sich auch dann entschlossen nach vorne zu bewegen, wenn der Sinn der Aufgabe nicht sofort klar ist. Dieses Vertrauen ist eine zentrale Voraussetzung für ein stabiles, selbstbewusstes Voran auf größerer Distanz.

 

Der Grundstein für ein gutes „Voran“ ist gelegt

 

Mit den beschriebenen Übungen ist das Voran für die Begleithundeprüfung oder ähnlichen Einsteigerprüfungen vollständig abgedeckt. Ziel dieser Basisausbildung ist ein sicherer, zügiger und klarer Lauf nach vorne, auf den sich der Dackel verlassen kann und der ohne Unsicherheit ausgeführt wird. Dafür braucht es keine komplexen Varianten und keine hohe technische Ausarbeitung.


Das Voran lässt sich in der Arbeit mit dem Dackel theoretisch beliebig weiter ausbauen. In der jagdlichen Ausbildung, im Apportiertraining oder in spezialisierten Arbeitsformen kommen zusätzliche Anforderungen hinzu, etwa Richtungsarbeit, Distanzkontrolle oder das gezielte Arbeiten ohne sichtbares Ziel. Diese Inhalte gehen jedoch über das hinaus, was für eine Basiserziehung sinnvoll und notwendig ist.

Entscheidend ist nicht die Vielfalt der Übungen, sondern die Klarheit, Sicherheit und Verlässlichkeit des Vorans. Darauf lässt sich bei Bedarf jederzeit weiter aufbauen.

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