Dackelwissen

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Wie bringt man einen Dackel Platz bei?

Dein Dackel macht keinen „Platz“? Er bleibt nicht liegen, wenn Du es verlangst oder legt sich gar nicht erst hin?  Hier erkläre ich Dir Schritt für Schritt, wie es gut funktioniert ⬇️

Der erste Schritt zum Platz beim Dackel

Den ersten Schritt, um das Kommando „Platz“ aufzubauen, findet bei kleinen Hunden, wie den Dackel, am besten auf dem Sofa statt.

Das hat den Grund, dass dann die Strecke zum herunterführen länger ist.

Der übliche Weg ( bei gröseren Hunden) einfach mit dem Leckerli nach unten zu locken, funktioniert nämlich beim Dackel oft nicht, da die Beine zu kurz sind 😅

⬅️ aber vom Sofa aus geht es! Da bleibt auch dem Dackel nichts anderes übrig, als sich zu legen, wenn der den Keks haben will.😀

Das Kommando „Platz“ ( oder wie bei mir hier „und Platz“) sagen wir erst, wenn die Übung gut klappt, um das Kommando nicht mit Fehlversuchen abzunutzen.

Eine weitere Methode, um das Kommando Platz zu üben

Die zweite bewährte Methode ist das unter den angewinkelten Knien unter durch locken..

Bevor du es so machst, wie auf dem Video zu sehen ist, musst du erstmal versuchen, dass er überhaupt unter deinen Knie untendurch geht.

Das ist auch gleichzeitig eine Vertrauensübung. Mach es viele Male, so bis er voller Vertrauen dem Hundekeks folgt und du das Gefühl hat, er hat gar keine Angs dabei.

Erst wenn das der Fall ist, senkst Du deine Knie immer mehr ab, bis er schließlich liegt, wie auf dem Video zu sehen ist.

Dackel Platz beibringen ( Schritt für Schritt Anleitung)

Warum ist Platz eigentlich wichtig?

 

Platz beibringen: Schritt für Schritt zu einem ruhigen und alltagstauglichen Hund

Das Kommando „Platz“ gehört zu den wichtigsten Grundlagen in der Dackelerziehung. Es ist weit mehr als eine klassische Gehorsamsübung. Ein Dackel, der zuverlässig Platz machen kann, bringt eine Fähigkeit mit, die im Alltag Sicherheit, Ruhe und Orientierung schafft. Genau deshalb lohnt es sich, dieses Signal sorgfältig aufzubauen.

In diesem Text erfährst du Schritt für Schritt, wie du deinem Dackel ein sauberes, ruhiges Platz beibringst, warum dieses Kommando so wertvoll ist und in welchen Alltagssituationen es dir und deinem Hund konkret hilft.

Warum ist das Kommando Platz wichtig?

Ein Dackel im Platz befindet sich in einer körperlich stabilen Position. Diese Position reduziert Bewegungsimpulse, fördert Selbstkontrolle und unterstützt die Fähigkeit zur Entspannung. Genau deshalb wird das Platz häufig als Einstieg in Ruheübungen genutzt.

Darüber hinaus ist das Platz ein klares Stopp-Signal. Dein Dackel bleibt an Ort und Stelle liegen, auch wenn Reize vorhanden sind. Das schafft Sicherheit in vielen Situationen, etwa im Restaurant, im Wartezimmer, beim Stadtbummel oder wenn Besuch kommt. Ein sauber aufgebautes Platz stärkt außerdem die Kommunikation zwischen dir und deinem Hund. Dein Hund lernt, deine Signale ernst zu nehmen und sich an dir zu orientieren. Das wirkt sich positiv auf viele weitere Trainingsbereiche aus.


Wofür braucht man das Platz im Alltag?

Das Platz ist im Alltag vielseitig einsetzbar:


 

  • Dein Dackel liegt ruhig unter dem Tisch im Café.
  • Dein Dackel wartet entspannt beim Tierarzt.
  • Dein Dackel bleibt liegen, während du dich mit jemandem unterhältst.
  • Dein Dackel kann gezielt in eine Ruhephase geführt werden.
  • Dein Dackel lernt, Abstand zu halten, ohne Stress aufzubauen.

Gerade in Situationen, in denen wenig Bewegungsraum vorhanden ist, ist das Platz eine enorme Erleichterung. Dein Dackel weiß, was von ihm erwartet wird und muss nicht selbst entscheiden, wie er sich verhalten soll.

Ist Platz nur Gehorsam oder wirklich sinnvoll?

Ein korrekt aufgebautes Platz ist ein echtes Werkzeug für den Alltag. Es schafft Struktur und reduziert Konflikte. Viele Dackel wirken unruhig, weil ihnen eine klare Orientierung fehlt. Das Platz gibt genau diese Orientierung. Besonders im Zusammenhang mit Entspannungstraining ist das Platz zentral. Ruhe entsteht nicht von allein, sie wird gelernt. Das Platz bietet dafür eine stabile Basis.

Vorbereitung für das Training


Wähle eine ruhige Umgebung, in der möglichst wenige Ablenkungen vorhanden sind. Dein Hund sollte wach und ansprechbar sein, aber nicht überdreht. Halte kleine, gut riechende Futterstücke bereit. Arbeite ruhig, konzentriert und ohne Zeitdruck. Wichtig ist das Ziel eines hohen Platzes. Dein Dackel soll die Vorderläufe unter dem Körper ablegen und nicht seitlich wegkippen. Diese Position ist körperlich stabiler und erleichtert späteres ruhiges Liegen.


Schritt für Schritt: So bringst du deinem Dackel das Platz bei


Schritt 1: Ausgangsposition Sitz

Beginne im Sitz. Dein Dackel sollte ruhig sitzen und dich ansehen.

Schritt 2: Futterführung nach unten

Führe das Futter langsam von der Hundenase Richtung Boden, zwischen die Vorderpfoten. Bewege deine Hand ruhig und kontrolliert.

Schritt 3: Körperbewegung abwarten

Sobald dein Dackel den Kopf senkt und die Vorderbeine beugt, wartest du einen kurzen Moment. Der Dackel soll aktiv in die Position gehen.

Schritt 4: Position bestätigen

Sobald die Ellbogen den Boden berühren, bestätigst du ruhig und gibst das Futter direkt am Boden. Dein Dackel bleibt dabei liegen.

Schritt 5: Signalwort einführen

Erst wenn die Bewegung sicher gezeigt wird, verknüpfst du das Wort „Platz“ mit der Handlung. Sprich das Signal ruhig, bevor du die Handbewegung beginnst.

Schritt 6: Dauer langsam steigern

Verlängere die Liegezeit in kleinen Schritten. Beginne mit ein bis zwei Sekunden und steigere langsam. Dein Hund lernt, dass Liegenbleiben lohnt.

Typische Fehler beim Platz-Training

Ein häufiger Fehler ist zu schnelles Vorgehen. Wird die Dauer zu früh verlängert, verliert der Dackel die Position. Auch hektische Handbewegungen oder ständiges Wiederholen des Signals führen zu Unsicherheit. Ebenso problematisch ist Druck von oben oder das Festhalten des Dackels. Das Platz soll freiwillig entstehen, damit es später zuverlässig abrufbar ist. 


Platz als Basis für Ruheübungen

Sobald dein Hund das Platz sicher kennt, kannst du gezielt Ruhe aufbauen. Atme ruhig, bewege dich langsam und bestätige ruhiges Verhalten deines Hundes. Das Platz wird so zu einem festen Anker für Entspannung. Gerade bei aufgeregten oder schnell hochfahrenden Hunden ist dieser Aufbau entscheidend. Ruhe wird dadurch zu etwas Verlässlichem und Vorhersehbarem.

Fazit

Das Kommando Platz ist ein zentrales Element moderner Hundeerziehung. Es unterstützt Alltagstauglichkeit, Sicherheit und innere Ruhe. Ein sauber aufgebautes, hohes Platz ist keine reine Übung, sondern ein echtes Kommunikationsmittel zwischen dir und deinem Hund. Wenn du dir Zeit nimmst, sauber Schritt für Schritt zu arbeiten, legst du eine stabile Grundlage für viele weitere Trainingsbereiche und für ein entspanntes Zusammenleben.

Platz beim Dackel verbessern 

 

Platz beim Dackel festigen, so lernt dein Dackel liegen zu bleiben

 

Viele Dackel können sich relativ schnell ablegen.

Erst auf der Sofakannte, später auch auf den Teppich im Wohnzimmer.

Das eigentliche wichtige Training beginnt jedoch erst danach. Entscheidend ist nicht das Hinlegen, sondern das Liegenbleiben. Genau hier trennt sich eine flüchtige Übung von einem stabilen Signal. Der folgende Aufbau setzt genau an diesem Punkt an.


Der Ausgangspunkt: Der Dackel liegt bereits


 

Voraussetzung für diesen Trainingsschritt ist, dass dein Dackel sich bereits zuverlässig ins Platz legen lässt. Das Ablegen selbst ist also geklärt.

Jetzt geht es darum, die Position zu halten und das Ganze positiv zu besetzen


Schritt 1: Dauerfüttern im Liegen

 

Zu Beginn wird der Dackel durchgehend gefüttert, im Sekundentakt, aber nur wenn er liegenbleibt.

Sobald der Dackel korrekt im Platz liegt, bekommt er Futter, Stück für Stück, ohne Pause. Geeignet sind sehr kleine, weiche Happen, zum Beispiel Wurststückchen, Käsekrümel oder Leberwurst aus der Tube. Wichtig ist, dass das Futter schnell geschluckt werden kann und den Dackel nicht ewig mit Kauen beschäftigt ist.


Das Prinzip ist einfach:

  • Liegen bedeutet, es regnet Futter
  • Aufstehen beendet den Zugang zum Futter

Im besten Fall beendest Du aber die Übung so zeitig, das Dein Dackel nicht auf die Idee kommt, einfach von selber Schluss mit dem Liegen zu machen, weil er womöglich satt ist.

 


 

Warum dieses Dauerfüttern notwendig ist


 


 

In dieser frühen Phase geht es nicht um Geduld oder Impulskontrolle. Es geht um Positionssicherheit.


 

Der Dackel soll lernen:


 

Solange ich liege, passiert etwas Gutes, und es lohnt sich, genau hier zu bleiben.


 

Steht der Hund zwischendurch auf, passiert nichts weiter. Es gibt keine Ansprache und keine Korrektur. Der Hund wird erneut ins Platz gelockt, und das Dauerfüttern beginnt wieder von vorn.


 

Damit regelt der Hund sein Verhalten selbst:


 

  • Liegen bringt Nutzen
  • Aufstehen bringt Stillstand


 


 


 


 


 

Schritt 2: Liegen wird positiv besetzt


Nach mehreren Wiederholungen zeigt sich ein klarer Effekt.

Dackel merkt: „Ich  brauch hier nur ein bisschen zu liegen und werde super gut gefüttert, dass mach ich jetzt immer“

Der Dackel bleibt immer länger liegen, weil es schlicht das coole Futter möchte. Im Liegen wird gefüttert, im Stehen nicht.

 

Die für den Dackel ansonsten sehr verhasste Übung wird lohnenswert bleibt und nun gern erledigt


 

Sobald der Dackel entspannt liegen bleibt und sich ruhig füttern lässt, ist der wichtigste Trainingsschritt gemacht.


 


Schritt 3: Die Freigabe beendet die Übung


Erst wenn der Dackel stabil 30 Sekunden etwa liegen bleibt, wird das Training aktiv beendet.

Dazu wird ein klares Freigabesignal eingeführt, zum Beispiel „OK“.


 

Das Freigabesignal bedeutet:


Jetzt darfst du aufstehen, das Training ist vorbei.


Der Dackel steht also nicht selbstständig auf, sondern wartet auf diese Freigabe. Genau das schafft Klarheit und Verlässlichkeit.


Der Dackel lernt:


 

  • Liegen endet nicht von selbst
  • Liegen endet, wenn das Signal kommt

Warum dieses Vorgehen beim Dackel besonders gut funktioniert


 

Dackel sind ökonomisch. Sie wählen den Weg mit dem besten Verhältnis aus Aufwand und Nutzen.

Wenn Liegen dauerhaft belohnt wird und Aufstehen nichts bringt, entscheidet sich der Dackel zuverlässig für die ruhigere Lösung.


So entsteht ein stabiles Platz, ohne Druck und ohne ständiges Wiederholen von Kommandos.


Fazit


Das Liegenbleiben entsteht nicht durch Druck  oder Ermahnen, sondern durch einen klaren Ablauf:


 

  • Dauerfüttern im Liegen
  • Kein Futter außerhalb der Position
  • Klare Freigabe am Ende


Ist dieser Schritt sauber aufgebaut, wird das Platz zu einer entspannten und verlässlichen Position für deinen Dackel.

 


 

Nächster Trainingsschritt: Vom Dauerfüttern zur zeitlich gestreckten Belohnung


 


 

Sobald der Dackel gelernt hat, im Platz ruhig liegen zu bleiben, während er kontinuierlich gefüttert wird, kann das Training gezielt erweitert werden.

Jetzt geht es darum, das Liegenbleiben zeitlich auszudehnen, ohne die Stabilität der Position zu verlieren.


 

Dieser Schritt baut direkt auf dem vorherigen auf und erfolgt erst dann, wenn der Hund entspannt liegen bleibt und nicht mehr bei jeder kleinen Bewegung aufsteht.


 


 


 


 

Füttern bewusst verlangsamen


 


 

Im nächsten Schritt wird nicht mehr permanent gefüttert.


 

Der Ablauf verändert sich wie folgt:


 

  • Der Dackel wird ins Platz geführt
  • Er bekommt ein Leckerli
  • Danach vergeht bewusst etwas Zeit
  • Erst dann folgt das nächste Leckerli


 


 

Diese Zeitspanne kann anfangs sehr kurz sein. Zum Beispiel wird innerlich bis vier oder fünf gezählt, bevor erneut gefüttert wird. Wichtig ist, dass für den Hund spürbar Zeit vergeht, ohne dass sofort Futter folgt.


 

Der Hund liegt weiterhin korrekt. Solange das der Fall ist, bleibt das Training ruhig bestehen.


 


 


 


 

Unplanmäßigkeit schafft Stabilität


 


 

Nach den ersten Wiederholungen wird das Füttern zunehmend unvorhersehbar gestaltet.


 

Das bedeutet:


 

  • Manchmal folgen mehrere Leckerlis schnell hintereinander
  • Dann entsteht eine etwas längere Pause
  • Danach kommt wieder ein einzelnes Leckerli


 


 

Für den Hund ist nicht mehr erkennbar, wann genau die nächste Belohnung kommt. Entscheidend ist nur noch dass sie im Liegen kommt.


 

Diese Unplanmäßigkeit sorgt dafür, dass der Dackel nicht beginnt, Zeit „abzuzählen“ oder unruhig zu werden. Er bleibt liegen, weil sich genau diese Position weiterhin lohnt.


 


 


 


 

Variable Zeiträume gezielt verlängern


 


 

Im Verlauf der nächsten Trainingstage werden die Pausen schrittweise verlängert:


 

  • kurze Pausen
  • mittlere Pausen
  • gelegentlich längere Pausen


 


 

Dabei bleibt das Prinzip unverändert:

Futter gibt es ausschließlich im Platz.

Steht der Dackel auf, wird kommentarlos neu begonnen.


 

So entsteht nach und nach ein stabiles Liegenbleiben, auch über längere Zeiträume hinweg.


 

Die Rolle der Freigabe bleibt unverändert


Auch in diesem Trainingsschritt endet die Übung weiterhin aktiv durch das Freigabesignal, zum Beispiel „OK“.

 

Der Dackel lernt dadurch:


 

  • Liegen lohnt sich auch ohne dauerhaftes Futter
  • Aufstehen erfolgt erst nach Freigabe
  • Das Training endet klar und nachvollziehbar


Diese Klarheit verhindert Unruhe und sorgt für saubere Übergänge zwischen Übung und Alltag.


 

Zusammenfassung dieses Trainingsschritts


In dieser Phase wird aus dem Dauerfüttern ein zeitlich gestrecktes Belohnungssystem:


 

  • Futter folgt verzögert
  • Zeiträume ohne Futter werden variabel
  • Liegen bleibt die einzige lohnende Option


 

So wächst das Platz von einer kurzfristigen Übung zu einer belastbaren Position, die der Dackel ruhig und verlässlich halten kann.

 


 

Generalisieren: Platz in unterschiedlichen Situationen festigen


 


 

Sobald der Dackel gelernt hat, im Platz zuverlässig liegen zu bleiben und auch bei zeitlich verzögerter Belohnung ruhig zu verharren, beginnt der nächste entscheidende Schritt im Training: die Generalisierung.


 

Dabei geht es nicht darum, Futter abzubauen oder Anforderungen zu verschärfen, sondern die Übung auf unterschiedliche Situationen zu übertragen.


 


 


 


 

Wechsel der Körperhaltung: Sitzen und Stehen


 


 

Der erste Veränderungspunkt betrifft die eigene Position.


 

Bisher fand das Training überwiegend in Bodennähe statt, sitzend oder hockend neben dem Hund. Jetzt wird dieselbe Übung im Stehen durchgeführt.


 

Der Ablauf bleibt gleich:


 

  • Der Mensch steht
  • Das Signal „Platz“ wird gegeben
  • Der Hund legt sich ab
  • Das Leckerli folgt erst nachdem der Hund liegt


 


 

Um dem Dackel den Übergang zu erleichtern, kann zusätzlich ein Handzeichen eingesetzt werden, zum Beispiel ein leichtes Tippen mit dem Finger in Richtung Boden. Diese Bewegung kennt der Hund bereits aus dem vorherigen Training und kann sie gut einordnen.


 

Wichtig ist dabei:

Der Hund wird nicht mehr mit dem Leckerli nach unten gelockt. Das Leckerli kommt erst, wenn die Position eingenommen ist.


 


 


 


 

Veränderung des Ortes


 


 

Parallel zur veränderten Körperhaltung wird der Trainingsort variiert.


 

Die Übung wird nicht nur an einem festen Platz durchgeführt, sondern bewusst an unterschiedlichen Stellen:


 

  • im Wohnzimmer
  • in der Küche
  • in weiteren Räumen der Wohnung


 


 

Später kann das Training auch nach draußen verlagert werden, sofern die Bedingungen passen.


 

Bei kühlem oder feuchtem Untergrund empfiehlt es sich, eine Decke oder Matte mitzunehmen. Der Dackel kann darauf ins Platz gelegt werden, sodass das Liegen angenehm bleibt und die Position nicht durch Unbehagen gestört wird.


 


 


 


 

Unterschiedliche Situationen bewusst einbauen


 


 

Ziel der Generalisierung ist, dass der Dackel lernt:


 

Platz bedeutet Platz, unabhängig davon, wo ich bin oder wie mein Mensch steht.


 

Dazu wird die Übung in leicht veränderter Form wiederholt:


 

  • mal im Sitzen, mal im Stehen
  • mal nah beim Hund, mal mit etwas Abstand
  • mal mit zusätzlichem Handzeichen
  • mal nur über Körpersprache


 


 

Das Futter bleibt weiterhin Bestandteil des Trainings. Es wird in dieser Phase nicht reduziert, sondern gezielt eingesetzt, um die neue Situation positiv abzusichern.


 


 


 


 

Platz ohne sichtbares Leckerli aufbauen


 


 

Ein weiterer Schritt innerhalb der Generalisierung ist, das Platz auch dann abzufragen, wenn kein Leckerli sichtbar in der Hand ist.


 

Der Ablauf bleibt dabei gleich:


 

  • Signal oder Handzeichen
  • Hund legt sich
  • Belohnung folgt anschließend


 


 

So lernt der Dackel, dass das Platz nicht davon abhängt, ob er das Futter bereits sieht. Die Belohnung bleibt verlässlich, auch wenn sie nicht angekündigt wird.


 


 


 


 

Ziel der Generalisierung


 


 

Durch diese Variationen entsteht ein belastbares Verhalten:


 

  • Platz funktioniert an verschiedenen Orten
  • Platz funktioniert bei unterschiedlichen Körperhaltungen
  • Platz funktioniert mit und ohne sichtbares Futter


 


Der Dackel verknüpft das Signal nicht mehr mit einer einzelnen Trainingssituation, sondern versteht es als allgemeine Handlungsaufforderung.


Damit ist die Grundlage geschaffen, um das Platz später auch unter Ablenkung und im Alltag sicher abrufen zu können.


 

Wenn der Dackel trotzdem aufsteht: Zwei saubere Wege der Korrektur


 


 

Bis zu diesem Punkt sollte das Platz für den Dackel gut verständlich sein. In vielen Fällen läuft das Training jetzt stabil weiter und die Liegezeiten lassen sich schrittweise ausdehnen, ohne dass etwas verändert werden muss.


 

Es gibt jedoch Dackel, die trotz korrektem Aufbau immer wieder dazu neigen, aufzustehen, sobald ihnen die Übung zu lange dauert oder sie innerlich aussteigen. Für diesen Fall gibt es zwei klar voneinander getrennte Möglichkeiten.


 


 


 


 

Möglichkeit 1: Trainingsstufe bewusst zurücknehmen


 


 

Der erste Schritt ist immer, das Training wieder zu vereinfachen.


 

Das bedeutet:


 

  • zurück in die bekannte Situation
  • Mensch sitzt wieder beim Hund
  • Platz wird erneut mit dauerhaftem Füttern aufgebaut
  • ruhiges Liegen wird wieder eng abgesichert


 


 

In vielen Fällen reicht dieser Schritt aus, um die Stabilität wiederherzustellen. Der Hund bekommt dadurch Klarheit und Sicherheit zurück.


 


 


 


 

Wenn Zurückgehen allein nicht mehr ausreicht


 


 

Zeigt der Dackel jedoch auch nach diesem Rückschritt weiterhin ein klares Muster, nämlich dass er gelegentlich einfach aufsteht, obwohl er die Übung kennt, dann ist es wichtig, das Aufstehen selbst eindeutig zu begrenzen.


 

An diesem Punkt darf Aufstehen nicht mehr folgenlos bleiben.


 


 


 


 

Unerlaubtes Aufstehen konsequent begrenzen


 


 

Jetzt wird das Training um eine klare äußere Begrenzung ergänzt.


 

Der Dackel trägt ein Geschirr und eine kurze Leine, zum Beispiel eine Hausleine mit etwa 1,50 bis 2 Metern Länge. Die Übung läuft ansonsten unverändert ab:


 

  • Platz wird abgefragt
  • der Hund legt sich
  • das Training beginnt


 


 

Steht der Dackel nun eigenständig auf, wird er kommentarlos über die Leine wieder an seinen Platz zurückgeführt. Es gibt keine Ansprache, keine Erklärung und keine emotionale Reaktion.


 

Der Hund wird wortlos wieder ins Platz gebracht.


 


 


 


 

Wichtig: Kein erneutes Locken mit Futter


 


 

In dieser Phase darf der Hund nicht mehr lernen, dass Aufstehen zu erneutem Locken führt.


 

Das bedeutet:


 

  • kein Leckerli zum erneuten Hinlegen
  • kein sofortiges Belohnen nach dem Aufstehen
  • keine freundliche Wiederholung der Übung


 


 

Nach dem Zurückführen muss der Dackel zunächst wieder ruhig liegen bleiben. Erst nach einer klaren Liegezeit, zum Beispiel zehn bis zwanzig Sekunden, kann erneut belohnt werden.


 

So wird deutlich:


 

  • Aufstehen bringt Unterbrechung
  • Liegen bringt Ruhe und Belohnung


 


 


 


 


 

Keine Gewalt, aber klare Konsequenz


 


 

Dieses Vorgehen hat nichts mit grober Einwirkung zu tun. Der Hund wird nicht gedrückt, nicht gezwungen und nicht bedrängt.


 

Gleichzeitig wird aber klar vermittelt:


 

Aufstehen ist keine Option mehr.


 

Der Hund soll nicht das Gefühl haben, dass er ausprobieren kann, ob Aufstehen vielleicht doch wieder zu Futter führt. Genau diese Grauzone wird an dieser Stelle geschlossen.


 


 


 


 

Ziel dieses Trainingsschritts


 


 

Durch die Kombination aus:


 

  • sauberem Aufbau
  • klarer Rückkehr an den Platz
  • zeitlich verzögerter Belohnung nach Fehlverhalten


 


 

lernt der Dackel, dass Liegenbleiben die einzig sinnvolle Entscheidung ist.


 

Damit wird das Platz zu einer verlässlichen Position, auch dann, wenn die Motivation kurzzeitig nachlässt.


 





 

Platz unter Ablenkung 

Platz unter Ablenkung festigen


Ist das Platz in ruhiger Umgebung stabil aufgebaut, kann gezielt Ablenkung ergänzt werden. Dabei geht es darum,  das bereits Gelernte auf realistische Alltagssituationen zu übertragen.

Der Dackel wird zum Beispiel auf eine Decke geschickt und dort ins Platz gelegt. ( Video) Während er liegt, entstehen bewusst kleine Störungen. Die Haustür wird mehrmals geöffnet und geschlossen, ein Ball kullert oder hüpft in einiger Entfernung vorbei, oder der Mensch bewegt sich lebhaft durch den Raum. Draußen kann das Platz an Orten geübt werden, an denen Jogger, Radfahrer oder Spaziergänger vorbeikommen.

Wichtig ist, dass die Ablenkung dosiert bleibt. Der Dackel soll erfolgreich liegen bleiben können.  So lernt der Dackel, dass Platz unabhängig davon gilt, was um ihn herum passiert.

Von Platz zu Bleib

Im letzten Schritt lernt der Dackel, das Platz auch dann zu halten, wenn sich der Mensch entfernt. Der Aufbau erfolgt langsam und kontrolliert. Zunächst geht man nur ein paar Schritte vom Hund weg und kommt direkt wieder zurück, so wie es auch im Video gezeigt wird.

Entscheidend ist der Moment der Rückkehr. Kommt man wieder beim Hund an, wird das Leckerli nicht aus der Hand ins Maul gegeben, sondern gezielt zwischen die Vorderbeine gelegt. Dadurch bleibt der Brustkorb am Boden und der Hund wird nicht zum Hochkommen verleitet.

Dieses Vorgehen wird mehrfach wiederholt. Entfernung und Dauer werden schrittweise gesteigert. Der Hund lernt, dass Weggehen kein Signal zum Aufstehen ist und dass Liegenbleiben auch auf Distanz zuverlässig belohnt wird.

So entwickelt sich aus dem Platz allmählich ein stabiles Bleib.

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